Nie wieder im Time Management versagen

im Time Management versagen
 

Also, die Sache ist die.
 

Ich kann doch unmmöglich die Einzige sein, die viel zu viele Jahre mit dem Versuch verbracht hat, meine Zeit und mein Leben zu organisieren? Das lief immer ungefähr so ab: In regelmäßigen Abständen beschloss ich, dass das Herumeiern ein Ende haben muss, und etablierte irgendeinen tollen Zeitplan. Der beruhte meistens auf dem neuesten Zeitmanagement-Buch, das ich gerade gelesen hatte.
 

Dann legte ich also los und wurde ein paar Tage oder Wochen lang super-produktiv. Dann verfiel ich unvermeidlich wieder ins Chaos. Ich konnte einfach meine Motivation nicht aufrechterhalten und fühlte mich schuldig, vor allem weil ich scheinbar von Supermenschen umgeben war, die irgendwie alles auf der Reihe hatten, von anstrengenden Jobs bis zu Freizeitaktivitäten, Sport und Familienleben. Nur ich schien im Time Management zu versagen.
 

Es hat viel zu lange gedauert, bis mir klar wurde, dass die meisten dieser „Supermenschen“ genauso planlos waren wie ich und nie so viel geschafft bekamen, wie sie wollten. Dann wurde ich Coach und lernte auf magische Weise, mein Leben zu organisieren! -Äh, nein, nicht wirklich. Aber ich lernte dazu und bin heutzutage ich zufrieden damit, wie ich meine „Lebenszeit“ manage.
 
 

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Die Schuldgefühle loslassen

 

Ich erwähne das zuerst, weil der schwierigste Teil ist, das „ich bin ein Versager“-Gefühl loszulassen. Sogar KlientInnen, mit denen ich seit Wochen oder Monaten arbeite, tappen noch in diese Falle. Ich bin jedesmal schockiert, denn nach 20 Jahren im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung (15 davon als Coach) bin ich die krasse Negativität einfach nicht mehr gewöhnt, die uns umgibt.
 

Viele glauben, dass die Welt schlecht ist. Und weil sie Teil der Welt sind, verurteilen sie auch sich selbst.
 

Da ich nicht jede einzelne Person, die das hier list, in eines meiner Coaching-Programme schleifen kann, bin ich ein wenig hilflos. Soll ich betteln: „Bitte fühl dich nicht schlecht. Du bist kein Versager“?
 

Besser wäre es vielleicht, dir zu zeigen, woher dieses negative Selbstbild kommt. Wenn du sauer wirst, gibt dir das vielleicht die Energie, dagegen anzukämpfen.

  • Die Nachrichten und Medien, die du konsumierst, sind auf Negativität ausgerichtet. Das ist es, was sich verkauft, weil es unseren genetischen Negativitätsbias bestätigt.
  • Werbung baut ganz wörtlich auf der Message auf: Das ist, was bei dir nicht in Ordnung ist, jetzt kaufe mein Produkt und es wird dich zurechtbiegen. Das trifft auf alles zu, von Kleidung und Kosmetik bis, ja, Coaching. Es tut mir weh, es sagen zu müssen, aber meine eigene Branche ist da ebenfalls schuldig. Uff.
  • Durch das Internet, vor allem Soziale Medien, sind wir mit mehr Menschen denn je verbunden. Und weil sich jeder online von der besten Seite zeigt, werden wir mit Bildern der Perfektion bombardiert, die uns den Eindruck verleihen, dass man rundum perfekt sein muss, um im Leben Erfolg zu haben.

Verstehst du? Die Umstände haben sich gegen uns verschworen. Wir versuchen mitzuhalten, sind aber von vornherein zum Scheitern verurteilt.
 

im Time Management versagen
 

Warum wir im Time Management versagen

 

Um es zusammenzufassen: Die Medien flößen dir die Abgründe der Menscheit ein. Gleichzeitig werden dir die besten Errungenschaften deiner Mitmenschen gezeigt, was den Eindruck erweckt, dass du alles schaffen könntest – und solltest.
 

Dann machst du dich also auf, verplanst deinen Kalender völlig und liest etwas über ein neues Time-Management-System, dass es dir ermöglicht, noch mehr in deinen Zeitplan zu stopfen.
 

Ist es da ein Wunder, dass du versagst und aufgibst? In dir gibt es eine Kraft – du kannst sie dein höheres Selbst, Gott oder das Universum nennen – die dich schützt, indem sie dich im Time Management versagen lässt. Und du, mit deiner erwähnten negativen Konditionierung, reagierst darauf, indem du dich schrecklich fühlst.
 

Bitte verstehe das, es ist wichtig! Du versagst, weil du es nicht schaffen kannst. Ja, es gibt ein paar Menschen, die anscheinend alles auf die Reihe kriegen. Leider haben die häufig auch Gesundheitsprobleme, schlafen schlecht, nehmen Medikamente oder sind zutiefst unglücklich. Das kommt daher, dass Menschen einfach nicht dafür geschaffen sind, so zu leben.
 

time management
 

Wie du dir den Erfolg leicht machst

 

Um aufzuhören, zwischen organisiert und beinahe-Koma hin- und herzupendeln, musst du deine unrealistischen Erwartungen aufgeben. Dazu gehört auch, der Gesellschaft sozusagen den Mittelfinger zu zeigen.
 

Hier siehst du, wie du das erreichen kannst.
 

Werde dir mindestens eine Woche lang bewusst, wie du über dich denkst und sprichst. Unterbrich alle Negativität oder Selbstkritik, indem du dich bei dir entschuldigst und dann sofort etwas Positives an dir findest.
 

Leg dir einen Kalender zu, aber denk jetzt bloß nicht daran, jede Minute jedes Tages zu verplanen.
 

Stattdessen mach es dir zur Gewohnheit, jeden Morgen deinen Kalender zu öffnen und dann 1 oder 2 Prioritäten für den Tag festzulegen. Dir fallen wahrscheinlich 10 weitere Sachen ein, die du tun „musst“, aber weißt du noch, was passiert ist, als du versucht hast, alles auf einmal zu machen? Ganz genau. Also plane 2 Prioritäten. Alles weitere zählt als Bonus.
 

Plane Ruhezeiten. Du hast mich richtig verstanden. Ich weiß, es ist merkwürdig, etwas in den Kalender zu schreiben, was keine Aktivität ist, aber das ist wichtig. Schaffe Raum dafür, nichts Produktives zu tun.
 

Plane deine Leidenschaften. Erinnerst du dich daran, was ich darüber gesagt habe, jede Minute jedes Tages zu verplanen? Versuch also deine Leidenschaften nicht in die Lücken zwischen anderen Terminen zu stopfen. Lass viel Raum um sie herum.
 

Ich kann beinahe garantieren, dass du innerhalb einer Woche motivierter sein wirst. Wenn du immer noch Probleme hast, streiche deine Aktivitäten noch stärker zusammen. Lass sie los, sag „Nein“. Wenn du deine übertriebenen Erwartungen auf ein normales Maß reduzierst, wirst du dich zufrieden fühlen, sogar glücklich – und es wird immer einfacher werden, die Dinge zu tun, die du wirklich tun willst.
 

7 Jahre: Wie sich ein Leben verändert

wie sich ein Leben verändert
 

Sieben ist eine magische Zahl. Jemand sagte mir mal, dass sieben Jahre eine Lebensphase ausmachen. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber die Idee ist faszinierend!
 

Heute möchte ich 7 Jahre zurückblicken auf alles, was sich in meinem Leben verändert hat durch den Fokus auf Leidenschaft und Bestimmung.
 

Bevor ich loslege: Ich weiß, ich weiß. Da spreche ich über Leidenschaft und Bestimmung, und du fragst vielleicht, ob es nicht wichtiger wäre, sich finanziell abzusichern und die praktischen Seiten des Lebens zu meistern. Dazu sage ich:

  1. Diese Dinge gehören alle zu einem Leben von Leidenschaft und Bestimmung.
  2. Allerdings bedeuten sie ohne Leidenschaft und Bestimmung rein gar nichts.

 

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Flashback ins Jahr 2014

 

Heiliger Strohsack, ich habe gerade nach einem Foto von mir aus dem Jahr 2014 gesucht. Bist du bereit?
 

wie sich das Leben veraendert
 

Das ist das einzige Foto, das ich gefunden habe, und das sagt auch schon alles. So war mein Leben damals:

  • Ich hatte eine hochfunktionale Depression.
  • Ich hatte mich isoliert und tröstete mich mit Junk-Food.
  • Als Folge war ich übergewichtig.
  • Ich hatte einen seelenlosen Job, der irrsinnige Überstunden erforderte.
  • Ich lebte an einem hübschen Ort, mit dem mich aber emotional nichts verband.
  • Keine Zeit oder Energie, um mich auf mein Coaching zu konzentrieren.
  • Die einzige Leidenschaft, der ich nachging, war Gaming.*

*Ehrlich gesagt hat mir Gaming das Leben gerettet. Der Kontakt und die Freundschaften, die ich mit anderen Gamern knüpfte, bewahrten mich vor der völligen Vereinsamung.
 
 

Was habe ich geändert?

 

Wenn du jetzt eine Abnehm-Story erwartest, muss ich dich enttäuschen. Meine Story enthält zwar eine erhebliche Gewichtsabnahme, aber als Nebeneffekt und ohne mich darauf zu konzentrieren. Stattdessen möchte ich lieber aufzählen, was ich tat, um mein Leben umzukrempeln.

  • Ich zog an einen Ort, der mir in der Seele guttat.
  • Den seelenlosen Job gab ich auf und nahm eine Rolle im Home-Office an.
  • Ich gönnte mir viel Ruhe und machte lange Spaziergänge.

Nach mehreren Monaten der Heilung fügte ich Folgendes hinzu:

  • Priorität auf meinen Leidenschaften vor allem anderen.
  • Begann an meinem Business zu arbeiten.
  • Richtete mein Coaching auf Leidenschaften und Bestimmung aus.
  • Fing wieder an, Sport zu machen (als Teil meiner Leidenschaften).
  • Aß leckeres Essen, das mir Energie und neues Leben verlieh.

Schmetterling
 

Wie sich ein Leben verändert

 

Wenn ich mir diese Listen durchlese, fällt mir das Kinn runter. Die Frau auf dem obigen Bild erkenne ich kaum, und ich fühle so viel Dankbarkeit.
 

Ich war so nah dran, mein Leben in einem Schwebezustand zu verbringen.
 

So nah dran, meinen Lebensunterhalt zu verdienen, ohne wirklich zu leben.
 

Wo fange ich auch nur damit an, die Veränderungen in meinem Leben zu beschreiben? Versuchen wir sie in Kategorien zusammenzufassen:
 
 

Leben und Glück

 

Ich habe fünf Jahre lang in meinem netten Job im Home-Office gearbeitet. Er ließ mir genügend Energie, um mein Coaching und mein zweites Business aufzubauen, meine erste Liebe: Sprachunterricht und Korrekturlesen. Vor 1 1/2 Jahren kündigte ich den Job und wurde Vollzeit-Selbstständige.
 

Meine beiden Geschäfte spielen sich 100% übers Internet ab, also bin ich ortsunabhängig und kann jedes Jahr ein paar Monate an anderen Orten verbringen, die ich liebe. Das war zwar im letzten Jahr wegen der Pandemie nicht möglich, ist aber weiterhin geplant.
 

Ich bin ausgeruht, entspannt und glücklich. Nichts bringt mich mehr dauerhaft aus der Ruhe. Außerdem bin ich gerade in ein Bergdorf in der Nähe der kroatischen Küste gezogen und der Frieden hier ist unbeschreiblich. Trotzdem bin ich noch nah genug an der Stadt, um meine Freunde regelmäßig zu sehen.
 

Zwar bin ich nicht mehr so schlank wie nach dem ersten Glücksrausch, als ich grade “aufgewacht” war. Ich bin aber keineswegs übergewichtig und immer noch gute 17 kg leichter als ich es 2014 war!
 
 

Leidenschaften und Bestimmung

 

Meine Leidenschaften stehen im Zentrum meines Lebens. Sie sind der Grundstein dessen, was ich oben nannte. Erfolgreich sein, Seelenfrieden haben und entspannt leben, ohne Druck oder finanzielle Sorgen resultieren aus meiner Entscheidung, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die mich glücklich machen: Musik, Klavier, Tanz, Bogenschießen, Literatur, Videos erstellen und natürlich Coaching.
 

Meine Bestimmung im Leben wurde nach nur wenigen Monaten Fokus auf meine Leidenschaften deutlich. Sie war schon immer da, aber plötzlich sprang sie mir ins Auge und war so offensichtlich, dass ich mich fragte, wie ich sie so viele Jahre lang übersehen konnte. In der Folge stellte ich mein ganzes Leben um und richtete es auf diese Bestimmung aus, und das ist die Verbindung zwischen Leidenschaften, Bestimmung und dem Glück, das ich im vorigen Abschnitt beschrieben habe.
 

ein neues Leben
 

Wie du deines verändern kannst

 

Die gute Nachricht ist: Du brauchst keine 7 Jahre, um das zu erreichen. Tatsächlich waren die meisten Elemente meines derzeitigen Glücks schon 5-6 Monate nach Beginn der Veränderungen vorhanden. Ich habe diesen Prozess seither vielfach mit meinen Klienten wiederholt, auf verschiedenste Weise, weil jeder Mensch eine ganz eigene Lebenssituation hat.
 

Im Grunde kann man es auf zwei Schritte vereinfachen:
 

Die äußeren Umstände
Dabei geht es um deinen Job, deinen Medienkonsum, dein alltägliches Leben und um Vereinfachung und Entschleunigung. Sag nicht, dass das nicht geht, weil du drei Kinder hast – ich verspreche, es ist möglich, meine KlientInnen beweisen es. Wenn du nicht weißt, wie, dann kontaktiere mich und wir erarbeiten es gemeinsam!
 

Der Fokus auf Leidenschaft(en)
Deine Leidenschaft priorisieren heißt nicht, mit ihr Geld zu verdienen. Das kannst du natürlich machen, wenn du willst. Aber auch dann, wenn deine Leidenschaft etwas ist, womit du einfach nur gern Spaß hast, oder wenn du nicht besonders gut darin bist, solltest du sie trotzdem priorisieren, einfach weil sie dir Freude bereitet.
 

Das zu lernen geht gegen alles, was unsere Gesellschaft lehrt, und es ist schwierig. Unterschätze das nicht. Es ist ein längerer Prozess, aber auch das lohnendste Vorhaben, das du angehen könntest, denn dein Leben wird sich auf einmal von selbst ergeben. Irgendwann wird alles ganz einfach. Und noch einfacher. Auf einmal treten Freude und Seligkeit auf, wo du sie am wenigsten erwartet hättest.
 

Du wirst dein Leben nicht mehr wiedererkennen.
 

Entschleunige, vereinfache dein Leben und schaffe Raum für deine Leidenschaft

schaffe Raum für deine Leidenschaft
 

In den sozialen Medien zirkulieren Bilder von hübschen jungen Frauen, die verträumt in die Ferne blicken, während sie mit einer Tasse Tee am Fenster sitzen. Es ist leicht, sich von solchen Bildern berühren zu lassen, aber was sagen sie wirklich aus? Wie vereinfacht man sein Leben und wie wendest du das in deinem eigenen Leben an? Wie schaffst du Raum für deine Leidenschaft?
 

Als Erstes sage ich es in aller Härte: Entschleunigen ist alles andere als leicht.
 

Das ist so etwas, was viele auf den Tod nicht zugeben wollen, ähnlich wie die Sucht nach ihrem Smartphone oder sozialen Medien. Wir betrachten diese Dinge als Schwäche und typisch für oberflächliche Menschen, die immer nur den nächsten Kick suchen. Wir selbst sind doch anspruchsvoller, suchen nach dem tieferen Sinn und genießen das Leben, oder?
 

Die Wahrheit ist, dass Stress-Sucht unter Menschen allen Alters, aller sozialen Schichten und aller Bildungsniveaus und Intelligenz verbreitet ist. Kurz gesagt, sie hat nichts damit zu tun, in welchem Maß du in der Lage bist, dein Leben zu meistern.
 
 

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Warum ich die Entschleunigung vergeigte

 

Das erlebte ich, nachdem ich jahrelang in einem Vollzeitjob sowie zwei selbstständigen Tätigkeiten gearbeitet hatte. Ich war endlich in der Lage, den Job aufzugeben, und zog nach Kroatien. Ich hatte von ruhigen, seligen Tagen im perfekten Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leidenschaften geträumt und von viel Ruhe.
 

Nach sechs Monaten stellte ich überrascht fest, dass ich immer noch gestresst war und unter Zeitmangel litt. Ich verstand einfach nicht, warum – objektiv gesehen tat ich so viel weniger! Aber in Wahrheit ist Stress eine Sucht. Das Leben in unserer modernen Welt, unsere Erziehung und Bildung und die Ideale, die wir lernen, fördern alle einen von Adrenalin gesteuerten Lebensstil. Wenn wir das Erwachsenenalter erreichen, sind wir bereits Adrenalin-Junkies.
 

Ich setzte unbewust den Stress fort, weil ich ihn auf einer bestimmten Ebene brauchte. Um diese Sucht zu überwinden, war mehr nötig als nur äußerliche Veränderungen meines Lebens.
 


 

Schaffe Raum für deine Leidenschaft: die Vorbereitung

 

Zum Entschleunigen gehört mehr als nur “weniger tun”. Daher sind dies die ersten Schritte auf dem Weg:
 

1. Rechne damit, dass es eine Zeitlang ungemütlich wird. Dich auf harte Zeiten einzustellen heißt, dass du nicht von ihnen überrascht wirst. Du bist im Begriff, eine Sucht zu überwinden, und dieser Prozess ist bekannt dafür, dass er schwierig ist.
 

2. Plane eine Übergangperiode ein. Ganz genau Null Menschen sind innerhalb von ein oder zwei Wochen von Stress zu Zen übergegangen. Realistisch brauchst du mindestens 3 Monate, um dich auf die Entspannung und Leichtigkeit einzulassen. Außerdem brauchst du Erinnerungen a la “schaffe Raum für deine Leidenschaft”.
 

3. Sei dir zu 100% darüber klar, dass du dich dafür entscheidest, ein Sonderling zu sein, das fünfte Rad am Wagen – und für immer. Unsere Welt ist nicht für das einfache Leben geschaffen. Du wirst im Gegensatz zu allem leben, was unsere Gesellschaft ausmacht, von der Notwendigkeit, die Wirtschaft anzukurbeln (durch Konsumentenverhalten und harte Arbeit) über Stolz als Eltern bis zur Selbstzufriedenheit, weil du so viel erledigst. “Busy” wird in unserer Welt mit “erfolgreich” gleichgesetzt, und es tut weh, als Versager(in) oder Schwächling gesehen zu werden – mach dir nicht vor, dass dir “egal ist, was andere denken”. Es tut weh.
 
 

Schaffe Raum für deine Leidenschaft: die Umsetzung

 

Nachdem die obigen Punkte erledigt sind, ist es an der Zeit zu handeln. Natürlich ist die Lebenssituation jedes Menschen unterschiedlich, aber im Groben beschreiben die folgenden Schritte den Weg zur Umsetzung:
 

4. Dieser Punkt wird wahrscheinlich ein längerer Prozess: Entscheide, zu welchen Veränderungen zu bereit bist. Für Alleinstehende scheint es vielleicht einfach, auf Dinge und Aktivitäten zu verzichten, aber bist du wirklich dazu bereit? Und was ist, wenn du Kinder hast? Bist du Willens, mit deiner Familie in eine ländliche Gegend umzuziehen, die Weihnachtsgeschenke und den Leistungsdruck in der Schule zu reduzieren, wirklich einen ganz neuen Lebensstil einzuführen? Oder würdest du lieber nur kleinere Veränderungen vornehmen? Sei ehrlich zu dir selbst.
 

5. Setze die Veränderungen um, für die du dich entschieden hast, wie immer es angemessen ist. Du musst nicht – und kannst in vielen Fällen auch nicht – alles auf einmal ändern. Geh es langsam an, denn sich ganz allmählich von einem Adrenalin-High zu entwöhnen, macht den Übergang sanfter. Hab viel Geduld mit dir und deinen Lieben und erwarte keine Wunder.
 

6. Dies ist der wichtigste Teil und auch der, den die meisten vergessen (ich auch, am Anfang): Arbeite daran, deine Adrenalin-Sucht zu überwinden. Das kann verschiedene Formen annehmen, wie z. B. deutlich deine Zeit vor Monitoren zu reduzieren, tägliche Spaziergänge im Grünen zu unternehmen, Meditation zu lernen, bewusst für bestimmte Zeit nichts zu tun, auf deine Leidenschaften Zeit zu verwenden, Zeit mit deinen Liebsten zu verbringen…
 


 

Wie ich mein Leben vereinfacht und Raum geschaffen habe

 

Die Überschrift hätte hier eigentlich in der Gegenwartsform stehen sollen. Dieses Projekt ist nämlich noch in vollem Gange. Ich bin nicht mehr oft gestresst, verfange mich aber trotzdem noch manchmal im “Busy-Sein”. Dass ich neulich ein Haus gekauft habe und umgezogen bin (was du weißt, wenn du meine Vlogs ansiehst), war eine dieser Situationen!
 

Alles in allem habe ich es aber tatsächlich geschafft zu entschleunigen und eine Menge Raum für mich, die Leute, die mir wichtig sind, und meine Leidenschaften zu schaffen. Hier sind ein paar Beispiele der Dinge, die ich eingeführt habe:

  • Emails und soziale Medien werden höchstens 3 Mal am Tag gecheckt.
  • Am Abend verbringe ich mindestens eine Stunde offline.
  • Gelegentlich mache ich einen ganzen offline-Tag am Wochenende.
  • Ich priorisiere meine Leidenschaften, indem ich mir wirklich täglich Zeit für sie nehme.
  • Ich pflege den Kontakt mit Freunden außerhalb von SMS: Sprachnachrichten, lange Emails, Skype/Zoom, persönliches Treffen.
  • Weniger Arbeit. Und noch weniger. Komischerweise ist mein Einkommen dabei gestiegen (nein, das ist kein Zufall. Mehr dazu ein andermal!).
  • Ich ruhe aus, wann immer ich es brauche, auch wenn das oft vorkommt und bedeutet, dass ich nicht viel Arbeit erledige.
  • Auch erwähne ich nicht mehr, wie busy ich bin, wenn ich mit Freunden oder Bekannten spreche.
  • Ich bin in ein Bergdorf umgezogen, wo allein schon Aussicht und Ruhe und Frieden Entspannung fördern.

Und das war’s! Dein Weg sieht vielleicht ähnlich aus, oder auch ganz anders. Scheue dich nicht davor, zu experimentieren und Dinge aufzugeben, die für dich nicht funktionieren. Bleib dran und eines Tages wirst du spüren, wie du Glück atmest. Deine Leidenschaften werden aufblühen. Und das ist wirklich jede Mühe wert.
 

Geld: Das Thema, über das niemand spricht

Geldmanagement
 

Heute schreibe ich über eines der größten Tabu-Themen unserer Zeit. Nein, nicht offene Beziehungen, Politik oder Religion. Ich meine… Geld und Geldmanagement.
 

Aus irgendeinem Grund scheint es annehmbarer zu sein, über Geschlechtskrankheiten zu sprechen als über Geld. Mein eigenes Erleben spiegelt das wieder: Wann immer ich einen Artikel oder ein Video zum Thema veröffentliche, sehen sich das relativ wenige Leute an. Warum thematisiere ich Geld dann weiterhin?
 

Die Antwort: Weil es wichtig ist und weil du niemals schaffen wirst, deine Leidenschaft wirklich zu priorisieren, wenn du nicht an deiner Einstellung zu Finanzen arbeitest und dein Geldmanagement auf solide Füße stellst. Ein weiterer Grund ist, dass es völlig lächerlich ist, ein so alltägliches Thema derart zu tabuisieren, ein Thema, das für unser tägliches Leben so wichtig ist.
 

Im Folgenden sehe ich mir die Gründe an, warum das Thema so vielen gegen den Strich geht. Dann erkläre ich sichere Wege aus dem Tabu und hin zu einem gesunden, sogar freudvollen Geldmanagement.
 
 

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Warum ist Geld – und Geldmanagement – ein böses Wort?

 

Ich habe Fachartikel und Bücher zum Thema gelesen und mit hunderten von Menschen darüber geredet. Immerhin ist es Teil meiner Coachingprogramme! In all dem haben sich einige Trends abgezeichnet:
 

– Der erste Trend ist Unbehaglichkeit. Viele schämen sich, über Geld zu sprechen. Wir lernen in der Schule nichts über Geldmanagement, also sind die meisten Leute völlig planlos, wenn es um budgetieren, sparen oder investieren geht. Je älter sie werden, desto unbehaglicher fühlen sie sich mit all dem, und am Ende vermeiden sie das Thema einfach.
 

– Anscheinend hält sich auch ein Hauch von aristokratischem Denken im Sinn von: “Geld hat man, aber man spricht nicht darüber.” Diese Haltung ist besonders verblüffend, denn es ist klar, dass die einzigen Leute, die von ihr profitieren, Arbeitgeber sind, die ihre Angestellten unfair entlohnen. Wegen des Taboos fliegt es nie auf.
 

– Im Gegensatz zum zweiten Punkt steht die Ansicht, dass reiche Leute böse und gierig sind. Diese Einstellung ist weit verbreitet – sieh dich nur mal auf den sozialen Medien um! Da verwundert es nicht, dass niemand den Eindruck erwecken will, dass ihm/ihr Geld wichtig sei.
 

– Der letzte Grund ist Verlegenheit. Manche Leute haben ein unbestimmtes Gefühl der Scham, weil sie nicht mehr haben oder verdienen, und wollen nicht zugeben, dass sie sich mit Geldmanagement nicht auskennen. Andere schämen sich dafür, viel zu verdienen, was mit dem vorigen Punkt zusammenhängt: Sie haben Angst, unter die “schmutzigen Reichen” gezählt zu werden.
 

Welche dieser Punkte treffen auf dich zu? Mir ist noch nie jemand begegnet, die oder der eine von Natur aus gesunde Einstellung zu Geld hatte. Wir fallen alle in eine oder mehrere der obigen Kategorien. Wenn du deine kennst, hast du in den folgenden Abschnitten einen Vorteil.
 

das Thema, über das niemand spricht
 

Die Auswirkungen des Tabus

 

Ich habe bereits einige der Auswirkungen genannt: Die Leute schämen sich dafür, überhaupt Geld zu haben, weil es angeblich schmutzig und unmoralisch ist. Ungerechtigkeit und Ungleichheit setzen sich fort.
 

Auf der persönlichen Ebene ist das Tragische dabei, dass viele nie etwas über ihre Finanzen lernen und das Thema Geld immer aus einer Haltung von entweder Angst, Abneigung oder Vermeidung betrachten werden.
 

Wenn du nicht gerade als Aussteiger lebst, in einer Gemeinschaft, in der Tauschgeschäfte noch funktionieren, dann wirst du so ziemlich täglich mit Geld umgehen müssen, solange du lebst. Wenn du dir die gerade genannten drei Emotionen ansiehst: ist es wirklich das, was du fühlen willst bezüglich eines Themas, das in deinem Leben so zentral ist?
 

Könnte es an der Zeit sein, das zu ändern? Könnte es an der Zeit sein, das Thema anzugehen, deine Glaubenssätze zu ändern und die Freude am Geld kennenzulernen?
 
 

Deine Einstellung ändern

 

Du hast bereits einen Vorsprung, weil du herausgefunden hast, in welche Kategorie(n) deine negativen Glaubenssätze über Geld fallen (siehe “Warum ist Geld ein böses Wort?” oben). Um nun einen Glaubenssatz loszuwerden, musst du folgendes tun:
 

Schwäche den Glaubenssatz: Stell dir deinen Glaubenssatz wie einen Tisch mit vier Beinen vor. Jetzt brichst du die Tischbeine ab, indem du handfeste Beweise dafür suchst, dass dein Glaubenssatz nicht wahr ist. Wenn du zum Beispiel glaubst, dass alle Reichen schlechte Menschen sind, dann geh auf die Suche nach den erstaunlichen guten Taten, die manche begehen (wie etwa ganze Landstriche an Regenwald aufzukaufen, nur um ihn zu schützen).
 

Ersetze ihn mit einem neuen, konstruktiven Glaubenssatz: Jetzt finde einen Glaubenssatz, der an die Stelle dessen rückt, den du loswerden möchtest. Wenn dein Glaubenssatz war, dass Reiche schlechte Menschen sind, dann könntest du etwas Wahres finden wie: “Viele Reiche sind wunderbare Menschen, die viel Gutes tun. Geld macht Menschen mehr von dem, was sie ohnehin schon sind.”
 

Natürlich gehören noch viele weitere Facetten zu einer Einstellung des Überflusses. Wenn du aber erst mal deine Glaubenssätze in Angriff nimmst, ist das bereits die halbe Miete.
 

Überfluss
 

Geldmanagement lernen

 

Außer an deiner Einstellung zu arbeiten, solltest du die Grundsätze des Geldmanagements lernen. Es gibt viele Bücher zum Thema, und wenn du Wild Spirits News abonnierst, erhälst du auch regelmäßige “Geldrubrik”-Tipps und Ratschläge.
 

Setz dir ein monatliches Budget, das eine Kategorie für deine Leidenschaften beinhaltet. Ein Prozentsatz deines Geldes sollte auch für alberne Dinge reserviert sein. Die Freude, die du empfindest, wenn du dieses Geld ausgibst, nährt wiederum deine Einstellung und das Gefühl von Überfluss.
 

Du kannst Kurse absolvieren oder von der Pike auf in meinem Programm “Wildes Geld” lernen. Das ist eine Kombination aus Prinzipien des Geldmanagements und Investierens einerseits und der Entwicklung einer auf Überfluss und Freude ausgerichteten Einstellung andererseits. Du hättest wahrscheinlich nie gedacht, dass du Finanzen mal mit einer glücklichen, sogar spielerischen Einstellung gegenübertreten würdest und es dir damit finanziell besser gehen würde! Probier es einfach aus.
 

Was du auch tust, bitte brich das Tabu ums Geld. Es ist in Ordnung, es für wichtig zu nehmen. Es ist in Ordnung, Geld zu mögen und zu genießen. Das macht dich nicht oberflächlich, es sei denn, du fängst an, Geld nur um seiner selbst willen zu schätzen. All die wirkliche Negativität um Geld herum beginnt, wenn Menschen Geld wichtiger wird als andere Menschen oder die Erde, auf der wir leben, oder wenn sie damit versuchen, Macht zu gewinnen.
 

Solange du das nicht tust, kannst du Geld ganz offen genießen, dir Luxus gönnen und auch anderen etwas abgeben. Und vergiss nicht, deine Leidenschaft(en) zu finanzieren, großzügig, aber innerhalb eines handfesten Budgets. Das wird deinem Leben einen ganz neuen Glanz geben.
 

Warum bist du nicht unverschämt glücklich?

unverschämt glücklich
 

Bitte nimm dir einen Moment, um in dich hineinzuhören. Ich weiß, das ist ungewöhnlich, und anfangs kommt vielleicht auch gar nichts dabei heraus, aber versuch dranzubleiben: Atme tief durch und frag dich, wie glücklich oder unglücklich du jetzt gerade bist, in diesem Augenblick, ohne groß darüber nachzudenken. Hier geht es ums Gefühl.
 

Wie lautete deine Antwort? War es eine 5-Sterne-Rezension oder eher so la la? Die Wahrheit ist, dass ein Großteil der Menschen die meiste Zeit über nicht unverschämt glücklich sind. Natürlich sind wir auch nicht gerade unglücklich. Aber wäre es nicht schön, wenn wir sozusagen unser Glücksempfinden aufdrehen könnten?
 

Sehen wir uns das mal genauer an.
 
 

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Warum wir uns “so la la” fühlen

 

Auf den ersten Blick ergibt es nicht viel Sinn. Mal abgesehen von ernsthaften körperlichen oder psychischen Erkrankungen, an denen manche Menschen leiden und die einem schon gründlich die Stimmung vermiesen können, leben die meisten von uns ein Leben, von dem unsere Vorfahren geträumt hätten – wenn sie sich das überhaupt hätten vorstellen können.
 

Wir haben ein Zuhause und Komfort. Unsere Essensvorräte sind so reichhaltig, dass wir uns nie darüber Sorgen machen müssen, wir könnten hungern. Wir haben Familien und Freunde, die wir lieben und die uns lieben. In puncto Freizeit haben wir mehr Auswahl an erfüllenden Hobbies und Sportarten als jede Generation vor uns.
 

Wir leben wie Gott in Frankreich. Eigentlich sollten wir den ganzen Tag lang Freudensprünge machen, oder?
 

Warum machen wir das dann nicht?
 

Dafür gibt es viele Gründe; ich werde aber nur die häufigsten nennen.
 
 

#1: Negative Voreingenommenheit

 

Der erste Grund ist unsere angeborene, instinktive negative Voreingenommenheit. Ich habe auf Englisch ein Video darüber gemacht, das du dir hier ansehen kannst. Kurz gefasst war es für unsere Vorfahren überlebenswichtig, dem Negativen – so wie eventuellen Gefahren – mehr Aufmerksamkeit zu schenken als dem Positiven, und diese Voreingenommenheit haben wir geerbt.
 

Es ist ziemlich klar, wie das deine Stimmung betrüben kann, nicht wahr? Wenn es in deinem Leben zehn schöne Dinge gibt, aber deine genetische Programmierung dich dazu zwingt, lediglich das einzige Problem zu sehen, beeinträchtigt das sicher dein Glücksgefühl.
 
 

#2: Gewohnheit

 

Nummer zwei ist subtiler. Es klingt vielleicht merkwürdig, aber wir verfallen regelmäßig in die Stimmung, die uns zur Gewohnheit geworden ist.
 

Ich sage oft, dass unglücklich sein genauso eine Gewohnheit ist wir unverschämt glücklich sein. Wenn du dich mal umsiehst, fallen dir eine Menge Leute auf, die einfach so dahinleben, ohne je eines der beiden Extreme zu erleben. Wir sind von “so la la”-Leuten umgeben – oft auch in der Familie und natürlich in der äußeren Welt – also ist es das, was wir von Kindheit an so lernen.
 

Limit
 

#3: Oberlimit

Gay Hendricks schreibt vom “Oberlimit” an Glücksgefühl, das wir uns unbewusst zugestehen. Anscheinend empfinden wir das gewohnheitsmäßige (siehe den ersten Punkt) Niveau von sich-gerade-mal-okay-fühlen als Sicherheit. Es ist vertraut und daher angenehm.
 

Dieses innere Thermostat hält uns davon ab, uns für längere Zeit sehr glücklich – oder auch sehr unglücklich – zu fühlen. Laut Hendricks sind wir zwar überlücklich, wenn uns etwas Schönes widerfährt, aber nach einer Weile macht sich das Unbehagen bemerkbar, das daher kommt, dass wir uns über unserem “Oberlimit” befinden. Dann ziehen wir unbewusst eine Situation oder ein Problem an, die uns wieder auf das Niveau herunterziehen, das wir als “normal” empfinden.
 
 

Akutes und gewohnheitsmäßiges Glücksgefühl

 

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich sage nicht, dass wir ständig überglücklich sein sollten. Ich habe auch schon öfter darüber gesprochen, dass das kontraproduktiv und schädlich wäre.
 

Phasen zu durchlaufen, in denen wir glücklicher oder unglücklicher als normal sind, ist völlig normal. Wenn du trauerst oder gerade deinen Job verloren hast, dich scheiden lässt oder mit einem Unglücksfall kämpfst, ist es normal und sogar gut für dich, die dazugehörigen Gefühle im vollen Umfang zu erleben.
 

Ähnliches gilt, wenn du gerade frisch verliebt bist oder deinen Traumjob gefunden hast. Dann wirst du wahrscheinlich eine Zeitlang überglücklich sein. Keiner dieser Extremzustände ist besser oder schlechter als der andere. Was beide gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass sie an bestimmte Situationen gebunden und daher zeitlich begrenzt sind.
 

Worum es mir in diesem Artikel geht, ist die Art, wie wir uns außerhalb von solchen Ausnahmesituationen fühlen. Wenn das Leben einfach so vor sich hin läuft, haben wir immer noch viele Gründe, glücklich zu sein, empfinden aber nicht unbedingt das entsprechende Glücksniveau.
 
 

Wie du glücklicher unverschämt glücklich wirst

 

Wenn du dir das Obige ansiehst, fällt dir vielleicht auf, dass viele der Dinge, die uns das “so la la”-Gefühl geben, ganz natürlich sind: Gewohnheiten, evolutionäre Bürden, die Dinge, die wir von Kindheit an lernen. Inzwischen sollte es ziemlich offensichtlich sein, dass mit dir alles in Ordnung ist, auch wenn du nicht ständig glücklich bist.
 

Die wichtige Erkenntnis dabei ist, dass du das Thermostat hochdrehen, den Oberlimit erhöhen und neue, glücklich machende Gewohnheiten entwickeln kannst. Natürlich geht das nicht über Nacht; es erfordert einen langfristigen Ansatz und viele kleine Schritte. Hier sind ein paar Beispiele, mit denen du anfangen kannst.
 
 

1. Neu und glänzend

Wenn man Leute nach der glücklichsten Zeit ihres Lebens befragt, dann erzählen viele von besonderen Ereignissen wie ihrer Hochzeit, einer Weltreise oder dem ersten Kind. Anscheinend blühen Menschen auf, wenn etwas Außergewöhnliches, Neues geschieht. Sorge also dafür, dass du regelmäßig etwas Neues anfängst! Probiere ein neues Hobby aus. Lerne neue Menschen kennen. Lerne eine neue Fähigkeit. Das hält dich frisch, bewahrt deine geistige Flexibilität und macht dich ganz einfach unverschämt glücklich.
 

unverschaemt gluecklich
 

2. Leidenschaften

Tu das, was dein Feuer entfacht. Einer der Gründe, warum ich meine Arbeit auf Leidenschaften ausrichte, ist die Tatsache, dass sie der Schlüssel zum Glück im Alltag sind. Wenn du etwas tust, das dich in den “Flow” bringt, worüber du die Zeit vergisst, dann ist es fast so, als ob du verliebt wärst: Du schwebst auf Wolke Sieben und dein Glücksgefühl ist astronomisch hoch.
 

3. Anderen helfen

Wenige Aktivitäten sind erfüllender wie unseren Mitmenschen zu helfen. Wir sind schließlich soziale Wesen! Arbeite ehrenamtlich für einen guten Zweck. Dabei musst du dich nicht auf Menschen beschränken: Mit Tieren zu arbeiten ist ebenfalls enorm glücksspendend. Wenn es dir an Zeit oder Gelegenheiten fehlt, unterstütze einen guten Zweck online oder durch Spenden. Ich helfe oft dabei, Kredite für weibliche Unternehmer in Entwicklungsländern durch Kiva zu finanzieren. Es bereitet mir so viel Freude, hinterher ihre Erfolgsgeschichten zu lesen.
 

4. Hofiere deine Sinne

Verwöhne bewusst deine fünf Sinne. Hör deine Lieblingsmusik. Deokoriere eine Ecke in deinem Haus in all deinen Lieblingsfarben. Trag Kleidung aus Naturfasern und genieße das Gefühl der Texturen auf deiner Haut. Sprüh dein Lieblingsparfum in die Luft oder hol dir Blumen ins Haus, deren Duft du liebst. Iss und schmecke bewusst deine Lieblingsspeisen. Es gibt nicht viel, was zu mehr Glückshormonen führt.
 

Such dir eine oder mehrere der genannten Techniken aus und wende sie regelmäßig an. Wichtig dabei ist, dass du dir regelmäßig Erinnerungen im Kalender oder auf dem Smartphone setzt, damit sie zur Gewohnheit werden. Allmählich wirst du den Unterschied spüren – bis zu dem Punkt, an dem du schließlich eine ganze Menge Zeit damit verbringst, einfach unverschämt glücklich zu sein.