• Können Leidenschaften Burnout heilen?

    Burnout heilen

    Neulich führte ich eine online-Umfrage durch. Ich fragte, wieviel Energie die Leute haben und ob sie sich so fühlen, als ob sie einem Burnout nahe wären oder nicht.

    Die Antworten hauten mich um: 79% haben einen Burnout erlebt oder erleben ihn jetzt bzw. sind nahe dran. Ich wusste, dass das irre Tempo unseres Lebens und zwei Jahre Pandemie uns geschlaucht haben. Auch meine Klienten kommen oft zu mir, wenn sie am Rande eines Burnouts stehen. Trotzdem hätte selbst ich nie erwartet, dass die Zahl so hoch sein würde.

    Falls es dir also noch nicht bewusst war: Burnout ist eine sehr reelle Gefahr. Vielleicht fragst du dich aber, was mein Fokus auf Leidenschaften damit zu tun hat. In Wahrheit sind diese beiden Dinge eng verknüpft, und im Folgenden erkläre ich, auf welche Weise.

    Noch wichtiger ist, dass ich zeige, wie man das eine verhindert und sich mehr auf das andere konzentriert. Wir sind uns ja sicher alle einig, dass es besser ist, etwas zu priorisieren, was wir liebend gerne tun, als einen Burnout zu erleben, oder?

    Es hört sich so einfach an, aber die Zahlen sprechen für sich. Der zweithöchste Prozentwert entstand, als 73% aller Teilnehmer angaben, dass sie gern mehr von dem machen würden, was sie lieben. Zum Glück ist es ja nun genau das, worauf ich mich spezialisiert habe! Also finden wir heraus, was der Zusammenhang mit dem Burnout ist und wie du all das für dich nutzen kannst.

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    Warum dir dein Burnout vielleicht nicht bewusst ist

     

    Viele Leute glauben, Burnout würde heißen, dass man vor lauter Überforderung und Stress kollabiert und eine Zeitlang gar nicht mehr arbeiten kann. So sieht Burnout auch tatsächlich aus – aber das ist nur sein letztes, schlimmstes Stadium.
     

    Die Fachliteratur zum Thema propagiert viele verschiedene Systeme, die Burnout in 3, 4, sogar 12 Stadien unterteilt. Die meisten fangen mit etwas an, das sich positiv anhört: Echte Begeisterung für die Arbeit. Ja, auch wenn deine Arbeit eine Leidenschaft ist, kannst du Burnout erleben. Das ist sogar recht wahrscheinlich, zumindest dann, wenn du deine Kräfte nicht genug schonst.
     

    Aber es gibt auch eine andere Art von Burnout, die daher rührt, dass man sich unterfordert oder wenig anerkannt fühlt. Diese Dinge, und Kombinationen der obigen, können auch zu Burnout führen.
     

    Die einzelnen Systeme unterscheiden sich in den Details, aber im Grunde umfassen die Stadien von Burnout:
     

    • Anfänglicher Enthusiasmus oder zumindest Motivation
    • Müdigkeit (in späteren Stadien dann Erschöpfung)
    • Unmotiviert und/oder reizbar sein
    • Isolation im Privatleben
    • Kollaps/Arbeitsunfähigkeit

     
    Übrigens, Burnout ist nicht auf den Job beschränkt. Es ist leicht möglich auszubrennen, wenn man sich um den Haushalt und/oder die Kinder kümmert.
     

    Oft bleibt der Bunrout unerkannt, weil er nie ganz das letzte, drastische Stadium erreicht. Dann leiden die Menschen jahrelang, manchmal jahrzehntelang.
     
     

    Die Rolle des Negativitätsbias

     

    Negativitätsbias ist etwas, worüber ich oft spreche. Falls du hier neu bist: Negativitätsbias ist ein wissenschaftlicher Ausdruck dafür, wie wir darauf gepolt sind, dem Negativen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als dem Positiven. In der Steinzeit war das überlebenswichtig. Damals konnte “negativ” ein wildes Tier bedeuten, das im Begriff war, uns anzugreifen. Wir konnten es uns nicht leisten, irgend etwas anderes zu priorisieren.
     

    Heute sind wir nicht mehr dauernd in unmittelbarer Gefahr, aber die Tendenz, das Negative herauszufiltern und uns darauf zu konzentrieren, ist uns geblieben. Um dem entgegenzuwirken und ein wahres Gleichgewicht zu erzielen, müssen wir uns bewusst auf das Positive konzentrieren. Und weil uns das nicht in der Natur liegt, müssen wir uns darauf trainieren.
     

    Mir liegt nichts ferner als die Existenz des Negativen zu bestreiten. Vielmehr empfehle ich, jede Emotion zuzulassen und zu erleben. Negative Emotionen setzen sich nur dann fest, wenn wir versuchen, sie wegzuschieben. Wenn sie da sein dürfen, verblassen sie nach einiger Zeit. Dann können wir uns bewusst und überlegt dazu entschließen, das Glas wieder halb voll zu sehen.
     

    Im Zusammenhang mit Burnout ist das wichtig, weil Burnout unseren natürlichen Negativitätsbias verstärkt. Wenn du bereits ermüdet bist, bist du eher dazu geneigt zu glauben, dass all deine Mühen umsonst sind, dass dich niemand zu schätzen weiß und du nie gut genug sein wirst. Dabei kannst du alle möglichen Glaubenssätze entwickeln, die so schädlich wie unwahr sind, wie die Überzeugung, dass alle ihr Leben im Griff haben, bloß du nicht.
     

    zu viel Druck

     

    Burnout heilen mit Leidenschaften?

     

    Nein, ich erzähle dir jetzt nicht, dass Leidenschaften Burnout heilen. Das ist viel zu stark vereinfacht. Zudem verstärkt es eine schädliche Annahme, die in den sozialen Medien umgeht. Dort werden schöne Dinge wie Self Care und Leidenschaften als Trostpflaster dafür angepriesen, dass unser Leben so überladen ist mit Aktivitäten und Erwartungen.
     

    Leidenschaften ins Leben zu bringen, ohne etwas daran zu ändern, was den Burnout erst verursacht, ist unsinnig. Erst dann, wenn du das ursprüngliche Problem bekämpfst, indem du Grenzen setzt oder wenn nötig, den Job wechselst, dir Hilfe im Haushalt holst oder was immer du sonst brauchst, um dein Leben grundsätzlich zu vereinfachen, wirst du dich erholen.
     
     

    Die Rolle deiner Leidenschaften

     

    Leidenschaften können dabei jedoch in zwei Bereichen eine wichtige Rolle spielen:
     

    1. Deine Erholung. Freude in dein Leben zu bringen wirkt Wunder gegen das Gefühl der Resignation, das den Burnout oft begleitet. Es zeigt dir auch, dass es ganz wörtlich noch mehr im Leben gibt als Arbeit und Produktivität.
    2. Ein Leben im Gleichgewicht führen und zukünftige Burnouts verhindern. Eine feste Priorität auf die Dinge zu legen, die du liebst, die dein Feuer entfachen, ist wie eine emotionale Impfung. Sie macht dich immun gegen Burnout, und als Bonus wird dich Stress und Druck nicht mehr so fertig machen, denn die Arbeit oder deine Rolle als Verantwortliche*r für Haus und Kinder ist nicht mehr die einzige Quelle deines Selbstwertgefühls.

     
    Es tut mir leid zu sagen, dass das nicht einfach ist oder über Nacht passiert. Auf die Gefahr hin, dass es so klingt, als ob ich nur “meine eigenen Programme promote”: Coaching ist der beste Weg dorthin. Es hat mir vor Jahren praktisch das Leben gerettet und ich kann seinen Wert gar nicht übertreiben.
     

    Du musst nicht alles allein schaffen. Wenn du Teil der Gemeinschaft der wilden Geister bist, bin ich sowieso immer nur eine E-Mail entfernt. Komm zu uns, indem du dich mit dem obigen Formular zum Newsletter anmeldest! Ich beantworte gerne deine Fragen oder gehe auf einen schnellen Skype-Call mit dir (und das kostet dich natürlich nichts).
     

    Wenn du eine dauerhafte Veränderung anstrebst, dann finde einen Coach, die*der dich anspricht oder erwäge meine Angebote. Das Leben muss nicht so schwer sein.
     

  • Geld für Leidenschaften: Wie schützt du dein Budget in schwierigen Zeiten?

    dein Budget
     

    Als ich neulich in einem Vlog erwähnte, dass ich wieder mal an meinen alten inneren Geldblockaden arbeite, fragten mich viele, wie ich mit so etwas umgehe. Das ist eine gute Frage, denn ein Budget ist gut und schön, solange der Verdienst gesichert ist. Was passiert aber, wenn ein Teil oder alles von diesem Einkommen verschwindet, auch wenn es nur zeitweise ist?
     

    Freiberufler/innen und andere Selbstständige haben mehr Erfahrung als andere darin, mit einem fluktuierenden Geldfluss umgehen. Trotzdem können selbst diejenigen, die fest angestellt sind, betroffen sein. Arbeitslosigkeit, längere Krankheiten oder anderweitig widrige Umstände wünsche ich natürlich niemandem, aber sie können vorkommen.
     

    Im Folgenden biete ich dir einen Überblick sowie detaillierte Schritte, die du setzen kannst, um dein Budget abzusichern, und das beinhaltet auch deine Leidenschaften. Dem Thema Leidenschaften kommt besondere Aufmerksamkeit zu, nicht nur, weil es mein Spezialgebiet ist, sondern auch, weil das oft der erste Bereich ist, an dem man spart, wenn das Geld knapp wird.
     

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    Das kann jedem passieren

     

    Als Erstes möchte ich anregen, dass du dich auch dann mit dem Thema beschäftigst, wenn du ein festes Einkommen hast. Ich hoffe von Herzen, dass du dieses Wissen nie anwenden musst! Es schadet aber nie, die Werkzeuge und die Fähigkeit zu haben, mit Unvorhergesehenem umzugehen. Außerdem gibt es einfach keine Garantien im Leben. Frag mal die Leute, die kürzlich ein vollkommen normales Leben in der Ukraine geführt haben und dann nicht nur ihr Einkommen, sondern auch ihre Wohnstätte verloren. Das Leben ist oft unberechenbar.
     

    Freiberufler/innen und Selbstständige wissen sowieso, worüber ich spreche. Das Einkommen fluktuiert immer ein wenig, außer für diejenigen, die in einer sehr stabilen Branche arbeiten. In manchen Branchen gibt es saisonale Unterschiede, andere reagieren auf Faktoren wie den Weltmarkt und die Politik. Noch einmal: Es ist die Mühe wert, sich das Wissen anzueignen, was du tust, wenn dein Einkommen plötzlich schrumpft.
     
     

    Die Voraussetzungen

     

    Um mit Leichtigkeit ein plötzlich reduziertes Einkommen zu überstehen, musst du vorbereitet sein. Das ist so, wie einen Unterschlupf in der Wildnis zu bauen, für den Fall, dass es regnet. Wenn du erst bei den ersten Regentropfen anfängst, bist du durchnässt, bevor du fertig gebaut hast. Daher ist es wichtig vorauszudenken.
     

    Ich sage es ganz klar: Du musst genau wissen, wie viel Geld du monatlich ausgibst. Tut mir leid, daran führt kein Weg vorbei. Du musst außerdem ein Budget machen. Wenn du Abonnent der Wild Spirits News bist, erhälst du öfters Ratschläge über die Kategorien, die in einem Budget enthalten sein sollten; um das komplette System zu lernen, könntest du mein persönliches Programm Wildes Geld in Erwägung ziehen. Darin wirst du dein eigenes Budget erstellen, das auf deine individuelle Situation maßgeschneidert ist.
     

    Hier ist die Kurzfassung. Zuerst solltest du mindestens einen Monat lang deine Ausgaben aufschreiben. Ja, das nervt, muss aber sein. Finde heraus, wie viel du tatsächlich ausgibst. Dann teile die Ausgaben in Kategorien ein, wie etwa “Haus”, “Nebenkosten”, “Essen und Haushalt”, “Auto” etc. Eine der Kategorien sollte “Leidenschaften” heißen! Auch “Sparen” ist wichtig, aufgeteilt in langfristiges Sparen oder Investitionen und kurzfristiges Sparen für größere Ausgaben wie ein Haus oder Auto.
     

    Portmonee
     

    Der Notfallplan, um dein Budget zu schützen

     

    Wenn ich auf Schwierigkeiten stoße – und in den letzten beiden Jahren gab es viel Auf und Ab, das will ich nicht leugnen – schalte ich auf Notbetrieb um. Das ist der Grund, warum mein Word-Dokument mit dem Titel “Finanzen” mehr als ein Budget beinhaltet.
     

    Dein Standard-Budget sollte auf deinem normalen Einkommen und den regelmäßigen Ausgaben beruhen. Als Freiberufler/in oder Selbstständige/r mit fluktuierendem Einkommen solltest du auch ein Budget für den Fall haben, dass sich dein Einkommen erhöht. Das geht am einfachsten, indem du in Prozent anstatt in Fixbeträgen budgetierst. Wenn du immer 20% deines Einkommens sparst, erhöht sich diese Summe automatisch, wenn du einen besonders guten Monat im Geschäft hast oder einen Geldregen erlebst. Genauso passen sich die anderen Kategorien automatisch an.
     

    Alle, ob angestellt oder selbstständig, brauchen auch etwas, was ich als Minimalbudget bezeichne. Dieses Budget kommt zum Einsatz, wenn die Kacke am Dampfen ist (auf gut Deutsch gesagt). Es enthält das absolut Notwendigste, wie die Miete oder Hypothekenraten und die unumgänglichen Nebenkosten, sowie die minimalen Summen fürs Essen, wenn du nur im Diskonter kaufst und nicht ins Café oder Restaurant gehst. Im Grunde ist das das Geld, das du brauchst, um keine Probleme mit Geldeintreibern zu bekommen. Alles, was du nicht zum Überleben brauchst, wie neue Kleidung, Bücher etc., fällt weg.
     

    Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig es ist, diesen Betrag zu kennen! Das ist dein absolutes Minimum, und wenn du diesen Betrag in einem Monat nicht erreichst, musst du sofort tätig werden, auch wenn das einen Wochenendjob im Supermarkt oder in der Gastronomie bedeutet.
     
     

    Schütze deine Leidenschaften

     

    Natürlich ist in einem Minimalbudget auch kein Platz für Leidenschaften. Das heißt aber nicht, dass du in dem Monat deine Leidenschaften vernachlässigen solltest. Wenn du Bücher brauchst, leih sie dir von Freunden oder aus der Bücherei. Wenn du Materialien brauchst, werde kreativ. Eine Klientin von mir, deren Leidenschaft Stricken ist, hatte einmal einen ganz schlechten Monat und fragte schließlich ihren Strick-Kreis, ob jemand Wolle übrig hätte. Sie wurde zugeschüttet mit “Spenden” und musste am Ende monatelang keine neue Wolle mehr kaufen.
     

    Du brauchst auch nicht zum Eremiten zu werden. Triff deine Freunde einfach zu Hause anstatt in einer Bar oder einem Café. Wenn deine Leidenschaft Reisen ist, unternimm Tagesausflüge in deiner Umgebung. Womöglich entdeckst du, dass es dort eine Menge zu sehen und zu erleben gibt.
     

    Das Wichtigste ist, dass du keine Kompromisse bei den “drei Säulen” Selbstfürsorge, Auszeit und Leidenschaften eingehst. Deine Gedanken und deine Emotionen müssen stabil sein, damit du dich so schnell wie möglich von dem Rückschlag erholen und dein Einkommen wieder steigern kannst.
     

    Ein Minimalbudget ist ein Survival-Werkzeug und keine Strafe. Es sichert dich ab und macht es für dich möglich, wieder im vollen Umfang das Leben zu führen, das du dir wünschst, sobald dein Einkommen wieder steigt.
     

  • Was erwartest du vom Leben (Freude wohl eher nicht)?

    Was erwartest du vom Leben
     

    Eine interessante Abwandlung des berühmten Law of Attraction (Gesetz der Anziehung) ist, dass du nicht “bekommst, was du denkst” oder auch fühlst – obwohl das Letztere näher an der Wahrheit ist -, sondern du bekommst, was du erwartest. Auf den ersten Blick hört es sich wie ein Detail an, aber sobald du verstanden hast, was das bedeutet, wird dir klar, dass es alles verändert.
     

    Ich würde gerne näher betrachten, was es heißt, zu “bekommen, was du erwartest”, wie du es nutzen kannst und welche Rolle Trauma dabei spielt. Kurz gesagt möchte ich dich zum Blick nach Innen inspirieren, zum Betrachten deiner Erwartungen, und dir helfen, sie so anzupassen, dass du dein Glücksempfinden steigerst – und natürlich, die Zeit und Energie, die du mit deiner Leidenschaft verbringst.
     
     

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    Nicht schon wieder Law of Attraction!

     

    Die meisten haben den Film The Secret gesehen oder zumindest Bücher oder Artikel gelesen. Daher haben sie eine Vorstellung davon, worum es beim Law of Attraction geht: dass das, was du denkst, glaubst und fühlst, das ist, was du wahrscheinlich in deinem Leben anziehst. Im Grunde wird sich das manifestieren, was zu deinen “Vibrations” (Schwingungen) passt.
     

    Erwarte bitte nicht, dass ich dazu überrede, daran zu glauben. Die Sache mit dem Law of Attraction ist, dass es in beide Richtungen funktioniert: Wenn du überzeugt bist, dass es nicht funktioniert, dann tut es das auch nicht! Ich kann nur sagen, dass ich Menschen aus allen Lebenssituationen kenne, manche privilegiert, andere ganz sicher nicht, die das LoA höchst erfolgreich eingesetzt haben, um bewusst Dinge zu manifestieren, die man nur als Wunder bezeichnen kann.
     

    Wir wissen, dass Gedanken Schwingungen haben – tatsächliche, messbare Schwingungen. Gefühle ebenfalls. Wir wissen auch, dass nichts isoliert existiert und alles miteinander verbunden ist. Studien zeigen immer und immer wieder, dass die Einstellung eines Patienten einen erheblichen Beitrag zu seinen Genesungschancen leistet. Es ist nicht so weit hergeholt zu glauben, dass zumindest ein Teil unserer Realität von, naja, uns stammt.
     
     

    Denken, fühlen, erwarten

     

    Skeptiker weisen gern darauf hin, dass du mit Sicherheit keinen rosa Flamingo herbeizaubern kannst, nur weil du an ihn denkst (schade eigentlich – die sind so hübsch!). Wie aber bereits erwähnt, sind die Gedanken nur der Beginn des Prozesses, denn wenn man etwas wiederholt denkt, beeinflusst das die Gefühle, und laut The Secret sind sie es, die die Manifestation bewirken.
     

    Aber weißt du, das ist auch der Punkt, an dem viele scheitern. Ich habe schon ziemlich viel von dem manifestiert, was ich mir vorgenommen habe. Dann wiederum habe ich manchmal die ganze Arbeit gemacht – visualisieren, loslassen, tätig werden, positiv bleiben, dem Prozess vertrauen – und nichts ist passiert. Null, rien, zero. Ich weiß von anderen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Machen wir alle etwas falsch?
     

    An dieser Stelle setzen neuere Ideen an, Dinge, die du in Veröffentlichungen ca. des letzten Jahrzehnts findest. Sie weisen darauf hin, dass Denken und Fühlen toll sind, aber solange wir im tiefsten Inneren etwas anderes erwarten, werden wir nie das manifestieren, woran wir denken. Sagen wir mal, du leistest all die klassische Manifestationsarbeit, um deinen idealen Partner zu finden. Erwartest du vom Leben aber wirklich, dass du ihn finden kannst? Zweifelst du vielleicht daran oder glaubst, dass du es nicht wert bist? Dann wird es nicht funktionieren.
     

    Ein Liebespaar im Sonnenuntergang. Ist es Liebe, was du vom Leben erwartest?
     

    Warum Trauma so schädlich ist

     

    Leider ist das oben Genannte ein weiterer Grund, warum Trauma so schädlich ist. Als ob es nicht genug wäre, dass traumatische Erfahrungen im Körper Spuren hinterlassen und beim kleinsten Anlass neu getriggert werden, können sie auch noch ernsthaft unsere Fähigkeit beeinträchtigen, zu manifestieren, was wir wirklich wollen.
     

    Wenn du Missbrauch erlebt hast, körperlich oder psychisch, oder den Verlust von Sicherheit oder sonstiges emotionales Trauma, kann es fast unmöglich sein, wirklich gute Dinge vom Leben zu erwarten. Das ist der Grund, warum so viele ihre Manifestationsversuche selbst sabotieren.
     

    Das heißt aber nicht, dass dir nicht zu helfen ist. Trauma ist heilbar, das Nervensystem kann “repariert” werden. Was noch wichtiger ist: Du brauchst auch gar nicht perfekt und völlig frei von Trauma zu sein. Schon allein daran zu arbeiten kann dir genug Selbstvertrauen zurückgeben, dass du es schaffst, die Verwirklichung deiner Träume zu erwarten.
     
     

    Was du tun kannst

     

    Was heißt das nun für dich und dein Leben? Hier sind einige Schritte, die du setzen kannst, um leichter zu manifestieren und das zu erreichen, was du gern in deinem Leben hättest.
     

    • Zuallererst prüfe, wie du dich vorwiegend fühlst. Wie ist deine Grundstimmung? Beobachte dich für ein oder zwei Tage. Wie viel Zeit verbringst du damit, wirklich glücklich zu sein? Wie oft bist du schlecht gelaunt? Traurig? Wie oft beschwerst du dich?
    • Um dein Glücksempfinden zu verbessern, sieh dir deine Träume und Ziele an. Prüfe, ob du wirklich glaubst, dass du sie erreichen kannst. Wenn nicht, finde ein Teilstreckenziel auf dem Weg zu deinem Traum, das dir realistischer erscheint. Konzentriere dich darauf und mach sofort den ersten Schritt.
    • Finde deine Leidenschaft(en) und priorisiere sie radikal. Nichts wird dir mehr Glücksgefühl verschaffen als deine Freude ganz vorn anzustellen. Das wird auch zu deiner Bestimmung führen, und die glücklichsten Menschen kennen alle ihre Bestimmung.
    • Wenn du das nächste Mal das Law of Attraction nutzt, konzentriere dich weniger auf die Visualisierung positiven Gefühle. Arbeite stattdessen daran, die Blockaden zu lösen, die von den Erwartungen kommen. Arbeite daran, dein Trauma zu heilen, und warte nicht, bis du glaubst, du seist perfekt; fang an und manifestiere. Übung macht den Meister.

     
     

    So erwartest du vom Leben, was du wirklich willst

     

    Erwartest du vom Leben erst einmal Freude, wirst du auch Freude manifestieren. Wir haben es uns zur Gewohnheit gemacht, nicht allzuviel zu erwarten, und darum fühlen wir uns oft so mau. Dafür sorgt unsere Neigung zur Negativität, die aus der Evolution stammt.
     

    Versuche das umzudrehen und Freude zu erwarten. Erwarte Überfluss. Erwarte, immer genug Zeit und Energie für deine Leidenschaft zu haben. Die Freude wird dich an Hindernisse und alte Glaubenssätze heranführen. Sie wird dir aber auch Wege aufzeigen, wie du diese überkommst. Mit der Zeit erhöht das deine Fähigkeit, Glück zu erleben, und macht einen merklichen Unterschied im Leben.
     

  • Nähre deine Seele mit diesen 3 Arten von Energie

    naehre deine Seele
     

    “Energie” ist ein reichlich schwammiger Begriff.
     

    Heutzutage denkst du wahrscheinlich als Erstes an Benzin oder Erdgas – die Preise sind himmelhoch und werden heiß diskutiert. Dann gibt es die viel schwerer greifbare persönliche Energie. Man sagt, dass man zu wenig Energie hat, um Sport zu treiben oder das zu tun, was man liebt. Diese zweite Art von Energie scheint generell mehr mit dem Körper zu tun zu haben und hängt auch mit Müdigkeit und Schlaf zusammen.
     

    Eine dritte Art der Energie kommt von uns und den Menschen um uns herum. Diese Energie kann uns entweder auslaugen – wenn wir von Menschen umgeben sind, die toxisch oder einfach auf einer anderen Wellenlänge sind – oder nähren. Wenn wir in der Gegenwart guter Freunde sind, entspannen wir uns sofort und fühlen uns wohl. Dagegen müssen manche Leute nur das Zimmer betreten und schon sind wir angespannt.
     

    Um diese dritte Art der Energie geht es in diesem Artikel. Sie nimmt verschiedene Formen an, und damit es uns richtig gut geht, brauchen wir 3 Arten davon.
     
     

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    Nähre deine Seele

     

    Bevor ich die Arten von Energie beschreibe, möchte ich über Seelennahrung sprechen, wie man es so schön nennt. Das ist ein häufig verwendeter Begriff, aber auch eine Art Überbegriff, weshalb er ein wenig schwer zu fassen und zu definieren ist. Ich versuch’s mal.
     

    Körperliche Ernährung ist einfach zu verstehen. Die meisten meinen Essen, wenn sie von körperlicher Ernährung sprechen. Sport fällt aber auch in diese Kategorie. Da Körper, Geist und Seele nicht wirklich sepearat sind, sondern alle zu, nun ja, zu uns gehören, wirkt sich die Ernährung deines Körpers auch auf die Seele aus.
     

    Allerdings gilt das natürlich auch umgekehrt. Wenn die Seele genährt ist, profitiert der Körper ebenfalls (genau wie seelische Störungen sich manchmal in körperlichen Krankheiten niederschlagen können).
     

    Ernährung für die Seele ist alles, was sich für dich gut anfühlt und dir das Gefühl gibt, sicher, verstanden, gesehen, gehört und umsorgt zu sein. Wenn du dir diese Auflistung ansiehst, wird dir wahrscheinlich klar, dass es mehr als eine Möglichkeit gibt, die Seele zu nähren, und dass du wohl mehrere Arten davon brauchst, um alle deine Bedürfnisse abzudecken. Ich unterscheide drei Arten.
     
     

    3 Arten Energie, die die Seele nährt

     

    Warum aber 3 verschiedene Arten? Warum bestehe ich so sehr auf diese unterschiedlichen Energien? Man könnte ja meinen, dass jegliche Art von Seelennahrung gut ist, aber darin liegt eine Gefahr verborgen.
     

    In unserer Gesellschaft zirkulieren viele Glaubenssätze und manche davon sind höchst toxisch. Ein Beispiel ist die Überzeugung, dass alles, was wir für unser Glück brauchen, ein einziger (Liebes-)Partner ist. Das hat dazu geführt, dass Dinge wie narzisstischer Missbrauch unentdeckt bleiben (weil die Leute es romantisch finden, wenn jemand seine/n Partner/in nur für sich haben möchte und ihn/sie damit isoliert) und alle möglichen ungesunden Muster entstehen.
     

    Also: Die “Seelennahrung” von einer einzigen Person reicht nicht. Immer nur allein zu sein und dich auf deine eigene Energie zu verlassen, ist auch nicht das Wahre. Ist das klar geworden? Gut. Denn ich kann es wirklich nicht genug betonen.
     

    naehre deine Seele
     

    Nähre deine Seele #1: Solo-Energie

     

    Nein, nicht Han Solo – ich spreche von deiner eigenen, unverfälschten Energie. Das ist die Energie, die du fühlst, wenn du allein bist, entweder zu Hause oder etwa draußen in der Natur.
     

    Warum ist “unverfälscht” so wichtig? Es ist wichtig, weil manche Dinge im Leben dein authentisches Selbst erfordern. So wertvoll auch der Input von anderen sein kann, dieser Input kann völlig unangemessen sein, wenn es um Dinge geht wie:
     

    • Ausruhen
    • Die Fähigkeit, deine Intuition zu spüren
    • Kreative Tätigkeiten
    • Leidenschaften nachgehen (zumindest einige davon)
    • Lesen/lernen

     

    Nähre deine Seele #2: Gruppenenergie

     

    Falls du introvertiert oder hochsensibel und extrovertiert bist (wie ich), zuckst du jetzt wahrscheinlich zusammen. Aber hör mal zu. Eine Gruppensituation muss keine Massenveranstaltung sein oder ein Kurs mit 200 Teilnehmern. Sie kann genausogut ein Abend mit drei oder vier guten Freunden sein oder eine kleine Handarbeitsgruppe.
     

    Du wirst wahrscheinlich trotzdem hinterher Zeit brauchen, um dich zu regenerieren, aber die Vorteile überwiegen bei Weitem die Nachteile. Menschen sind einfach soziale Wesen. Da ist etwas an der Energie einer Gruppe, das unglaublich nährend sein kann.
     

    Synergie bedeutet, dass die kombinierte Energie der Gruppe mehr ist als die Summe ihrer Teile. Etwas Neues entsteht, wenn eine Gruppe zusammenkommt. Das könnte sich in Form von Inspiration äußern, neuen Ideen oder einfach darin, dass man voneinander lernt. Es ist eine Energie, die dich über dich selber hinauswachsen lässt, und das tut ungemein gut.
     

    Das Wichtige darin ist, dass du bei zwei Punkten gut aufpasst: Welche Gruppe du wählst und wie viel Zeit du mit ihr verbringst. Behalte deine eigenen Bedürfnisse im Auge und wenn du mit deiner Gruppe zusammen bist, nähere dich sanft ihrer Energie an.
     

    Gruppenenergie
     

    Nähre deine Seele #3: 1-zu-1-Energie

     

    Guppensynergie hilft unglaublich dabei, neue Ideen zu gewinnen und über den Tellerrand hinauszusehen. Im Gegensatz dazu vertieft es dein Verständnis von dir selbst, wenn du dich auf eine einzige Person einlässt. Damit kommst du weiter, als du es je alleine schaffen könntest.
     

    Die andere Person könnte eine gute Freundin oder ein guter Freund sein, Partner/in, Kollege oder Kollegin oder tatsächlich ein Coach. Du musst dieser Person lediglich vertrauen. Wenn das der Fall ist, kann dich ihre Energie auf eine Weise berühren, die sich in einer Gruppe nie bewerkstelligen ließe.
     

    Wenn ich mit meinem Coach arbeite, öffnen sich in meiner Seele Türen, die ich auf mich alleine gestellt nicht mal gefunden hätte. Das Gleiche passiert bei meiner Arbeit mit meinen eigenen Klientinnen und Klienten. In 1-zu-1-Arbeit findet sich eine Tiefe, die sich nirgendwo sonst reproduzieren lässt.
     

    Leider hat das auch zu einer Kultur geführt, in der 1-zu-1-Szenarien über alles andere geschätzt werden, und wie oben erwähnt, kann das äußerst toxisch sein. Stell also sicher, dass du die zwischenmenschlichen Energien in deinem Leben variierst und dass du alle drei Arten genießen kannst. So gestaltest du ein Leben im Gleichgewicht und eine fantastische Grundlage für Glück, Leidenschaften und jegliche Ziele, die du dir setzt.
     

  • Der Tanz um die Balance im Leben

    Balance im Leben
     

    “Du kannst alles haben, aber du kannst nicht alles auf einmal haben,” sagte Oprah Winfrey. Je älter ich werde, desto klarer wird mir: Das sind wahre Worte. Sogar Stephen Covey, der in seinem berühmten Die 7 Wege zur Effektivität für ein Gleichgewicht im Leben warb, hat immer betont, dass es Zeiten gibt, in denen ein Lebensbereich in den Vordergrund tritt, und das völlig normal ist.
     

    Ich weise immer wieder darauf hin, dass die Balance, nach der wir alle streben, nicht statisch sein sollte. Der Gedanke, dass wir irgendwie genau richtig viel von allem tun könnten, was uns wichtig ist, und zwar dauerhaft, ist absurd. So funktioniert das Leben einfach nicht.
     

    Daher ist es an der Zeit, dass wir uns nicht mehr länger selbst im Nacken sitzen und verstehen, dass ein “dynamisches Gleichgewicht” der wirkliche heilige Gral ist: Ein Bereich erhält eine Zeitlang Priorität und tritt dafür ein andermal in den Hintergrund. Insgesamt bleibt das Gleichgewicht gewahrt.
     

    Die wirklich knifflige Frage ist jetzt: Was sind die Dinge, die wir in der Balance halten sollten? Was sollte wirklich Teil unseres Lebens und unserer Prioritäten sein? Wir können wir “im Leben alles haben”?
     

    Gut, dass du fragst!
     
     

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    Fallstrick: “Prioritäten” missverstehen

     

    Die meisten stimmen dem obigen Zitat von Oprah Winfrey zu und halten es für nötig, die wichtigen Dinge im Leben zu priorisieren. Allerdings muss man sich auch damit beschäftigen, welche Dinge einander ausschließen und welche störungsfrei nebeneinander existieren können.
     

    Wenn ich zum Beispiel darüber spreche, Leidenschaften zu priorisieren, nehmen die meisten an, dass man dafür den beruflichen Erfolg opfert. Oder sie gehen davon aus, dass Geld unwichtig sein muss, nur weil ich betone, dass eine Leidenschaft priorisieren nicht heißen muss, dass man mit ihr Geld verdient.
     

    Wir ziehen oft voreilige Schlüsse, weil wir darauf gedrillt werden in der Welt, in der wir leben, und weil wir so erzogen worden sind. Manche dieser Prägungen sind aber unrichtig und schädlich. Dröseln wir’s mal auf:
     

    1. Wie du weißt, wenn du dir mal meine Coaching-Programme angesehen hast, gehört zu meiner Arbeit mit Klienten, dass sie Grenzen setzen bei der Arbeit und lernen, Nein zu sagen und regelmäßig pünktlich heimzugehen. Vielleicht hast du auch gesehen, dass diese Klienten, anstatt bei der Arbeit damit Probleme zu bekommen, im Gegenteil oft befördert werden oder Gehaltserhöhungen bekommen. Das liegt daran, dass geerdete, selbstbewusste Menschen, die glücklich und im Gleichgewicht sind und starke Grenzen setzen, Führungspersönlichkeiten sind.
    2. Mit einer Leidenschaft kein Geld zu verdienen heißt nicht, dass sie nicht wichtig ist. Es bedeutet nur, dass Geld nicht das einzige Maß von Wichtigkeit im Leben ist. Geld ist klasse – nicht ohne Grund arbeite ich seit vielen Jahren an meinen eigenen Geldmanagement-Fähigkeiten und meinem Mindset und biete sogar ein Coaching-Programm zum Thema Geld an. Es ist nicht verkehrt, Geld zu mögen oder viel Geld haben zu wollen, aber das heißt nicht, dass du dieses Geld mit deiner Leidenschaft verdienen musst.

     

    Balance im Leben
     

    Wir machen etwas falsch

     

    Die modernen Medien, Influencer und alle möglichen Ratgeber erzählen uns, dass was immer sie sich zur Mission gemacht haben, das Wichtigste im Leben ist. Gesunde Ernährung, Sport, Meditation, Beziehungen pflegen, Karriere, Familie, Schönheitspflege, Freizeitaktivitäten… -Wenn wir das alles priorisieren wollten, wäre das Leben sehr stressig.
     

    Lass mich das umformulieren: Weil wir versuchen, alles (oder das meiste) davon zu priorisieren, ist das Leben stressig. Unsere Bemühungen sind zum Scheitern verurteilt, weswegen wir uns schrecklich fühlen. Manchmal und bei bestimmten Menschen schlägt es ins Gegenteil um und sie fallen in fast völlige Erstarrung. Und in jedem Fall haben wir das Gefühl, dass wir mehr tun sollten.
     

    Ich habe schon oft darauf hingewiesen, dass wir noch nie zuvor in der Geschichte die Erwartung hatten, alles allein und perfekt zu erledigen. Noch einmal, das ist unmöglich. Okay, manche Menschen sind nahe dran – aber wenn du dir deren Leben ansiehst, nicht nur durch den Filter der sozialen Medien, sondern das tatsächliche Alltagsleben, wird dir schnell klar, dass dieses Leben so streng reguliert ist, dass es nicht gerade ein Rezept für Glückseligkeit ist.
     
     

    Die Wichtigkeit der Ausrichtung

     

    Wie wählst du also, was du priorisierst? Ich schlage vor, einen Blick auf deine Wertvorstellungen zu werfen und auf die Dinge, die dir wirklich wichtig sind.
     

    Was ist dir im Leben am wichtigsten? Wenn du dir diese Frage stellst, bemühe dich, nicht so zu antworten, wie es von dir erwartet wird. Du musst nicht sagen “meine Familie” oder “meine Kinder” – natürlich sind die wichtig, aber sie müssen nicht deine Lebensgrundlage sein! Du bist kein schlechter Ehepartner oder Elternteil, wenn etwas anderes deine Liste anführt.
     

    Wenn du meine wissen möchtest: Freiheit und Unabhängigkeit sind meine obersten Werte und auch Prioritäten. Ich möchte in verschiedenen Ländern leben und regelmäßig die Menschen sehen, die ich liebe, was übrigens auch zu meinen Prioritäten zählt. Eine weitere Priorität ist, wenig überraschend, meine Leidenschaften, vor allem Musik und Coaching.
     

    In der Praxis hat dies zu einem Leben mit viel Auszeit geführt. Ich versuche, Raum für meine Leidenschaften freizuhalten. Letztes Jahr habe ich ein kleines Häuschen gekauft, aber ich habe keine eigenen Haustiere mehr, weil das ein Problem wäre, wenn ich jedes Jahr monatelang im Ausland bin oder spontan die Nacht bei Freunden oder einem Partner verbringen möchte.
     

    Das Leben, das ich mir aufbaue, erfordert ein wenig Geld, und daher fokussiere ich mich gerade darauf, mein Geldmanagement upzugraden, was ein lebenslanger Prozess ist (ich habe in meinem Vlog diesen Monat darüber gesprochen). Das ist also eine weitere Priorität.
     

    Alles andere, wie etwa Gesundheit, Fitness, Familie usw., sind auch wichtig, aber keine Prioritäten. Ich verwende Zeit darauf, denn ich liebe meine Familie und natürlich macht meine Gesundheit dieses Leben erst möglich, aber mein Fokus liegt anderswo. Und ich weigere mich, mich deswegen schlecht oder schuldig zu fühlen.
     

    Freiheit
     

    Nicht alles haben, sondern die richtigen Dinge

     

    Die Schlussfolgerung aus all dem ist, dass ich dir nicht sagen kann, was du tun sollst. Naja, eigentlich kann ich es schon: Ich sage dir, du sollst das priorisieren, was dich mit Freude erfüllt. Aber was das ist und was in deinem Leben sonst noch eine Priorität sein muss, ist deine Entscheidung.
     

    Geh ein wenig in dich und bitte, bitte widerstehe der Verlockung von “Perfektion”. So sind Menschen nicht gedacht und es macht uns nicht glücklich. Ich würde so weit gehen, es eine Krankheit unserer modernen Zeiten zu nennen! Widerstehe, entschleunige und konzentriere dich auf das, was dir wichtig ist. Dein Glücksempfinden wird sich dadurch unendlich steigern.