• Warum du aufstehen musst – sofort

     

    aufstehen sofort
     

    Okay, Sibylle, wovon redest du eigentlich? Jetzt ernsthaft “aufstehen”? Gleich hier? Und was in aller Welt hat das mit Leidenschaft(en) zu tun?
     

    Ich werde alles erklären, wenn du etwas Geduld hast und das tust, was niemand im Internet tut: lesen. Alles. Den ganzen Artikel. Wenn nötig, schnapp dir eine Tasse Tee oder Kaffee bei der Gelegenheit. Geht das klar? Gut.
     

    Denn dies könnte der wichtigste Artikel sein, den du dieses Jahr liest.
     
     

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    Mein böses Erwachen

     

    Ich war schon immer, sagen wir mal, von Natur aus eine viel sitzende Person. Viele meiner Leidenschaften sind sitzende Tätigkeiten: Klavierspielen, lesen, essen, gaming. Ich bewege mich auch gern, im Wald beim Bogenschießen oder auf ausgedehnten Spaziergängen in der Natur. Tanzen…
     

    Mein Segen ist, dass ich eine ziemlich robuste Gesundheit habe. Aber dieses Jahr im Frühsommer bekam ich merkwürdige Schmerzen in der Brust. Das Atmen tat mir weh, vor allem in bestimmten Haltungen. Nach vielen negativen Covid-Tests und nachdem ich von meiner besorgten Hausärztin zweimal in die Notaufnahme geschickt wurde, mit Verdacht auf Herzinfarkt und später Lungenkrebs (weil eine Röntgenaufnahme etwas zeigte, was ein Tumor hätte sein können) und ich wochenlang alle möglichen Untersuchungen hatte inklusive CT meiner Lunge, war das Resultat: Alles Ernsthafte kann ausgeschlossen werden. Puh.
     

    Ich hatte aber immer noch Schmerzen. Also schickte mich meine weise und aufmerksame Ärztin in die Physiotherapie, weil ich erwähnt hatte, dass ich viel sitze und eine schlechte Haltung habe.
     

    Ich mach’s kurz und sage, dass ich jetzt schmerzfrei bin – ich hatte Glück und der Schaden war noch reversibel. Dazu brauchte es aber nicht nur Physio-Übungen. Nein, ich brauchte außerdem etwas, woran ich immer noch arbeite und was ich ziemlich unvollkommen umsetze: Ich musste meinen Lebensstil ändern.
     
     

    “Sitzen ist das neue Rauchen”

     

    Während ich googelte, was mit mir wohl fehlen könnte, stieß ich auf den Bestseller Sitzen ist das neue Rauchen von Dr. Kelly Starrett. Ich könnte im Grunde hier aufhören zu schreiben, wenn du nur dieses Buch kaufen und lesen würdest, denn Dr. Starrett erklärt das alles so viel besser als ich.
     

    Es stellte sich heraus, dass meine Schmerzen von den Muskeln und vom Bindegewebe kamen. Sie kamen vom stundenlangen Sitzen und wurden durch schlechte Haltung noch verschlimmert. Ich dachte früher, dass das Bogenschießen, Yoga und andere Sportübungen die negativen Auswirkungen des Sitzens ausgleichen würden, aber das ist nicht der Fall: Im Buch werden sogar Profisportler erwähnt, die 3-4 Stunden am Tag trainieren und trotzdem die gleichen Probleme entwickeln, weil sie so ziemlich den ganzen Rest des Tages sitzen.
     

    Das Sitzen bringt Menschen ganz wörtlich um. Wenn es dir wie mir geht, dann ist deine Reaktion jetzt gerade: Schluck!
     

    am Schreibtisch
     

    Warte nicht, bis du Probleme bekommst

     

    Wie bei vielen anderen Gesundheitsthemen könntest du auch hier sagen, dass das ein Thema ist, das du “irgendwann mal” angehst – solange, bis du auf einmal gezwungen bist, weil du krank bist oder unerträgliche Schmerzen hast. Mir ist es so ergangen und 1/10, ich würd’s nicht weiterempfehlen. Es ist sch…
     

    Wir sind ja alle hier, weil wir wilde Geister und dabei sind, ein bewusstes Leben aus Leidenschaft, Freude und Bestimmung heraus zu gestalten. Und es ist sehr schwierig, das zu tun, wenn du Schmerzen hast.
     

    Klar, ich kenne auch ein paar Leute, die chronische Schmerzen haben und trotzdem eine Menge Glück in ihrem Leben finden. Nach nur ein paar Monaten mit Schmerzen bewundere ich das sehr. Aber versuch diesen Leuten mal zu erzählen, dass du etwas tust, was dir garantiert irgendwann starke Schmerzen bereiten wird und dass du etwas dagegen unternehmen könntest, es aber nicht tust – sie werden dich für verrückt erklären.
     
     

    Steh auf, sofort

     

    Es läuft darauf hinaus, dass du die Zeit reduzierst, die du täglich sitzend verbringst. Aber wie stellst du das an, vor allem, wenn du einen Job und/oder Leidenschaften hast, bei denen du sitzen musst? Im erwähnten Buch finden sich ein paar praktische Vorschläge und ich empfehle wärmstens, es zu kaufen und zu lesen. Im Foglenden zähle ich drei meiner Favoriten auf – aber:
     

    Meine größte Erkenntnis aus all dem ist, dass ich nicht perfekt sein muss. Ich sitze immer noch zu viel. Aber auch nur die kleinen Veränderungen einzubauen, die ich unten erwähne, hat einen Riesenunterschied gemacht. Das hier ist ein Gebiet, bei dem es definitiv nicht nur Alles oder Nichts gibt.
     

    aufstehen sofort
     

    3 kleine Veränderungen, die du jetzt implementieren kannst

     

    1. Steh mindestens alle zwei Stunden auf. Na hör mal, auch der stressigste Job gibt dir die Möglichkeit, das zu tun (und wenn nicht, dann tu dir selbst einen Gefallen und such dir einen anderen Job)! Hol dir eine Tasse Tee. Geh zur Toilette. Schlendere rüber zu einem Kollegen und ratsche ein wenig. Wenn du zu Hause bist, tanz durchs Zimmer zu deinem Lieblingslied (das ist es, was ich mache). Zumindest strecke dich und schüttle deine Beine aus, bevor du dich wieder hinsetzt.
    2.  

    3. Ändere öfters deine Haltung. Wiederum, wenn das bei deiner Arbeit nicht geht, dann mach es, wenn du abends zu Hause bist und wieder sitzt. Leg dich für ein Weilchen auf den Bauch (oder den Rücken). Ich habe Coaching-Sessions mit Klienten auf Zoom gemacht, während ich auf dem Bauch auf der Couch lag, oder im Stehen mit meinem Tablet vor mir im Bücherregal. Finde einen Weg; sei kreativ.
    4.  

    5. Mittel- bis langfristig erwäge eins oder alle der folgenden Dinge: Einen täglichen Spaziergang von mindestens einer halben Stunde; einen Stehschreibtisch; Alternativen zum Schreibtischstuhl wie einen Gymnastikball-Sitz oder einen Sattelhocker, der den verhängnisvollen 90-Grad-Winkel zwischen Oberkörper und Beinen ändert, wenn du sitzt. Es gibt Schreibtische, die höhenverstellbar sind, so dass du eine halbe Stunde aufstehen kannst, dann eine Stunde sitzen usw.

     
    Noch einmal: Du musst nicht perfekt sein, musst nicht mal die Zeit, in der du sitzt, massiv reduzieren, solange du es klug angehst und einige der Dinge umsetzt, die ich erwähnt habe. Du sollst in der Lage sein, noch viele Jahre lang Romane zu schreiben, Bilder zu malen, das Fachgebiet zu studieren, ein Pferd zu reiten oder was immer deine Leidenschaft sein mag. Also aufstehen, jetzt! Kleine Veränderungen helfen dir sicherzustellen, dass du fit bleibst.
     

  • Nie wieder im Time Management versagen

    im Time Management versagen
     

    Also, die Sache ist die.
     

    Ich kann doch unmmöglich die Einzige sein, die viel zu viele Jahre mit dem Versuch verbracht hat, meine Zeit und mein Leben zu organisieren? Das lief immer ungefähr so ab: In regelmäßigen Abständen beschloss ich, dass das Herumeiern ein Ende haben muss, und etablierte irgendeinen tollen Zeitplan. Der beruhte meistens auf dem neuesten Zeitmanagement-Buch, das ich gerade gelesen hatte.
     

    Dann legte ich also los und wurde ein paar Tage oder Wochen lang super-produktiv. Dann verfiel ich unvermeidlich wieder ins Chaos. Ich konnte einfach meine Motivation nicht aufrechterhalten und fühlte mich schuldig, vor allem weil ich scheinbar von Supermenschen umgeben war, die irgendwie alles auf der Reihe hatten, von anstrengenden Jobs bis zu Freizeitaktivitäten, Sport und Familienleben. Nur ich schien im Time Management zu versagen.
     

    Es hat viel zu lange gedauert, bis mir klar wurde, dass die meisten dieser „Supermenschen“ genauso planlos waren wie ich und nie so viel geschafft bekamen, wie sie wollten. Dann wurde ich Coach und lernte auf magische Weise, mein Leben zu organisieren! -Äh, nein, nicht wirklich. Aber ich lernte dazu und bin heutzutage ich zufrieden damit, wie ich meine „Lebenszeit“ manage.
     
     

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    Die Schuldgefühle loslassen

     

    Ich erwähne das zuerst, weil der schwierigste Teil ist, das „ich bin ein Versager“-Gefühl loszulassen. Sogar KlientInnen, mit denen ich seit Wochen oder Monaten arbeite, tappen noch in diese Falle. Ich bin jedesmal schockiert, denn nach 20 Jahren im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung (15 davon als Coach) bin ich die krasse Negativität einfach nicht mehr gewöhnt, die uns umgibt.
     

    Viele glauben, dass die Welt schlecht ist. Und weil sie Teil der Welt sind, verurteilen sie auch sich selbst.
     

    Da ich nicht jede einzelne Person, die das hier list, in eines meiner Coaching-Programme schleifen kann, bin ich ein wenig hilflos. Soll ich betteln: „Bitte fühl dich nicht schlecht. Du bist kein Versager“?
     

    Besser wäre es vielleicht, dir zu zeigen, woher dieses negative Selbstbild kommt. Wenn du sauer wirst, gibt dir das vielleicht die Energie, dagegen anzukämpfen.

    • Die Nachrichten und Medien, die du konsumierst, sind auf Negativität ausgerichtet. Das ist es, was sich verkauft, weil es unseren genetischen Negativitätsbias bestätigt.
    • Werbung baut ganz wörtlich auf der Message auf: Das ist, was bei dir nicht in Ordnung ist, jetzt kaufe mein Produkt und es wird dich zurechtbiegen. Das trifft auf alles zu, von Kleidung und Kosmetik bis, ja, Coaching. Es tut mir weh, es sagen zu müssen, aber meine eigene Branche ist da ebenfalls schuldig. Uff.
    • Durch das Internet, vor allem Soziale Medien, sind wir mit mehr Menschen denn je verbunden. Und weil sich jeder online von der besten Seite zeigt, werden wir mit Bildern der Perfektion bombardiert, die uns den Eindruck verleihen, dass man rundum perfekt sein muss, um im Leben Erfolg zu haben.

    Verstehst du? Die Umstände haben sich gegen uns verschworen. Wir versuchen mitzuhalten, sind aber von vornherein zum Scheitern verurteilt.
     

    im Time Management versagen
     

    Warum wir im Time Management versagen

     

    Um es zusammenzufassen: Die Medien flößen dir die Abgründe der Menscheit ein. Gleichzeitig werden dir die besten Errungenschaften deiner Mitmenschen gezeigt, was den Eindruck erweckt, dass du alles schaffen könntest – und solltest.
     

    Dann machst du dich also auf, verplanst deinen Kalender völlig und liest etwas über ein neues Time-Management-System, dass es dir ermöglicht, noch mehr in deinen Zeitplan zu stopfen.
     

    Ist es da ein Wunder, dass du versagst und aufgibst? In dir gibt es eine Kraft – du kannst sie dein höheres Selbst, Gott oder das Universum nennen – die dich schützt, indem sie dich im Time Management versagen lässt. Und du, mit deiner erwähnten negativen Konditionierung, reagierst darauf, indem du dich schrecklich fühlst.
     

    Bitte verstehe das, es ist wichtig! Du versagst, weil du es nicht schaffen kannst. Ja, es gibt ein paar Menschen, die anscheinend alles auf die Reihe kriegen. Leider haben die häufig auch Gesundheitsprobleme, schlafen schlecht, nehmen Medikamente oder sind zutiefst unglücklich. Das kommt daher, dass Menschen einfach nicht dafür geschaffen sind, so zu leben.
     

    time management
     

    Wie du dir den Erfolg leicht machst

     

    Um aufzuhören, zwischen organisiert und beinahe-Koma hin- und herzupendeln, musst du deine unrealistischen Erwartungen aufgeben. Dazu gehört auch, der Gesellschaft sozusagen den Mittelfinger zu zeigen.
     

    Hier siehst du, wie du das erreichen kannst.
     

    Werde dir mindestens eine Woche lang bewusst, wie du über dich denkst und sprichst. Unterbrich alle Negativität oder Selbstkritik, indem du dich bei dir entschuldigst und dann sofort etwas Positives an dir findest.
     

    Leg dir einen Kalender zu, aber denk jetzt bloß nicht daran, jede Minute jedes Tages zu verplanen.
     

    Stattdessen mach es dir zur Gewohnheit, jeden Morgen deinen Kalender zu öffnen und dann 1 oder 2 Prioritäten für den Tag festzulegen. Dir fallen wahrscheinlich 10 weitere Sachen ein, die du tun „musst“, aber weißt du noch, was passiert ist, als du versucht hast, alles auf einmal zu machen? Ganz genau. Also plane 2 Prioritäten. Alles weitere zählt als Bonus.
     

    Plane Ruhezeiten. Du hast mich richtig verstanden. Ich weiß, es ist merkwürdig, etwas in den Kalender zu schreiben, was keine Aktivität ist, aber das ist wichtig. Schaffe Raum dafür, nichts Produktives zu tun.
     

    Plane deine Leidenschaften. Erinnerst du dich daran, was ich darüber gesagt habe, jede Minute jedes Tages zu verplanen? Versuch also deine Leidenschaften nicht in die Lücken zwischen anderen Terminen zu stopfen. Lass viel Raum um sie herum.
     

    Ich kann beinahe garantieren, dass du innerhalb einer Woche motivierter sein wirst. Wenn du immer noch Probleme hast, streiche deine Aktivitäten noch stärker zusammen. Lass sie los, sag „Nein“. Wenn du deine übertriebenen Erwartungen auf ein normales Maß reduzierst, wirst du dich zufrieden fühlen, sogar glücklich – und es wird immer einfacher werden, die Dinge zu tun, die du wirklich tun willst.
     

  • 7 Jahre: Wie sich ein Leben verändert

    wie sich ein Leben verändert
     

    Sieben ist eine magische Zahl. Jemand sagte mir mal, dass sieben Jahre eine Lebensphase ausmachen. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber die Idee ist faszinierend!
     

    Heute möchte ich 7 Jahre zurückblicken auf alles, was sich in meinem Leben verändert hat durch den Fokus auf Leidenschaft und Bestimmung.
     

    Bevor ich loslege: Ich weiß, ich weiß. Da spreche ich über Leidenschaft und Bestimmung, und du fragst vielleicht, ob es nicht wichtiger wäre, sich finanziell abzusichern und die praktischen Seiten des Lebens zu meistern. Dazu sage ich:

    1. Diese Dinge gehören alle zu einem Leben von Leidenschaft und Bestimmung.
    2. Allerdings bedeuten sie ohne Leidenschaft und Bestimmung rein gar nichts.

     

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    Flashback ins Jahr 2014

     

    Heiliger Strohsack, ich habe gerade nach einem Foto von mir aus dem Jahr 2014 gesucht. Bist du bereit?
     

    wie sich das Leben veraendert
     

    Das ist das einzige Foto, das ich gefunden habe, und das sagt auch schon alles. So war mein Leben damals:

    • Ich hatte eine hochfunktionale Depression.
    • Ich hatte mich isoliert und tröstete mich mit Junk-Food.
    • Als Folge war ich übergewichtig.
    • Ich hatte einen seelenlosen Job, der irrsinnige Überstunden erforderte.
    • Ich lebte an einem hübschen Ort, mit dem mich aber emotional nichts verband.
    • Keine Zeit oder Energie, um mich auf mein Coaching zu konzentrieren.
    • Die einzige Leidenschaft, der ich nachging, war Gaming.*

    *Ehrlich gesagt hat mir Gaming das Leben gerettet. Der Kontakt und die Freundschaften, die ich mit anderen Gamern knüpfte, bewahrten mich vor der völligen Vereinsamung.
     
     

    Was habe ich geändert?

     

    Wenn du jetzt eine Abnehm-Story erwartest, muss ich dich enttäuschen. Meine Story enthält zwar eine erhebliche Gewichtsabnahme, aber als Nebeneffekt und ohne mich darauf zu konzentrieren. Stattdessen möchte ich lieber aufzählen, was ich tat, um mein Leben umzukrempeln.

    • Ich zog an einen Ort, der mir in der Seele guttat.
    • Den seelenlosen Job gab ich auf und nahm eine Rolle im Home-Office an.
    • Ich gönnte mir viel Ruhe und machte lange Spaziergänge.

    Nach mehreren Monaten der Heilung fügte ich Folgendes hinzu:

    • Priorität auf meinen Leidenschaften vor allem anderen.
    • Begann an meinem Business zu arbeiten.
    • Richtete mein Coaching auf Leidenschaften und Bestimmung aus.
    • Fing wieder an, Sport zu machen (als Teil meiner Leidenschaften).
    • Aß leckeres Essen, das mir Energie und neues Leben verlieh.

    Schmetterling
     

    Wie sich ein Leben verändert

     

    Wenn ich mir diese Listen durchlese, fällt mir das Kinn runter. Die Frau auf dem obigen Bild erkenne ich kaum, und ich fühle so viel Dankbarkeit.
     

    Ich war so nah dran, mein Leben in einem Schwebezustand zu verbringen.
     

    So nah dran, meinen Lebensunterhalt zu verdienen, ohne wirklich zu leben.
     

    Wo fange ich auch nur damit an, die Veränderungen in meinem Leben zu beschreiben? Versuchen wir sie in Kategorien zusammenzufassen:
     
     

    Leben und Glück

     

    Ich habe fünf Jahre lang in meinem netten Job im Home-Office gearbeitet. Er ließ mir genügend Energie, um mein Coaching und mein zweites Business aufzubauen, meine erste Liebe: Sprachunterricht und Korrekturlesen. Vor 1 1/2 Jahren kündigte ich den Job und wurde Vollzeit-Selbstständige.
     

    Meine beiden Geschäfte spielen sich 100% übers Internet ab, also bin ich ortsunabhängig und kann jedes Jahr ein paar Monate an anderen Orten verbringen, die ich liebe. Das war zwar im letzten Jahr wegen der Pandemie nicht möglich, ist aber weiterhin geplant.
     

    Ich bin ausgeruht, entspannt und glücklich. Nichts bringt mich mehr dauerhaft aus der Ruhe. Außerdem bin ich gerade in ein Bergdorf in der Nähe der kroatischen Küste gezogen und der Frieden hier ist unbeschreiblich. Trotzdem bin ich noch nah genug an der Stadt, um meine Freunde regelmäßig zu sehen.
     

    Zwar bin ich nicht mehr so schlank wie nach dem ersten Glücksrausch, als ich grade “aufgewacht” war. Ich bin aber keineswegs übergewichtig und immer noch gute 17 kg leichter als ich es 2014 war!
     
     

    Leidenschaften und Bestimmung

     

    Meine Leidenschaften stehen im Zentrum meines Lebens. Sie sind der Grundstein dessen, was ich oben nannte. Erfolgreich sein, Seelenfrieden haben und entspannt leben, ohne Druck oder finanzielle Sorgen resultieren aus meiner Entscheidung, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die mich glücklich machen: Musik, Klavier, Tanz, Bogenschießen, Literatur, Videos erstellen und natürlich Coaching.
     

    Meine Bestimmung im Leben wurde nach nur wenigen Monaten Fokus auf meine Leidenschaften deutlich. Sie war schon immer da, aber plötzlich sprang sie mir ins Auge und war so offensichtlich, dass ich mich fragte, wie ich sie so viele Jahre lang übersehen konnte. In der Folge stellte ich mein ganzes Leben um und richtete es auf diese Bestimmung aus, und das ist die Verbindung zwischen Leidenschaften, Bestimmung und dem Glück, das ich im vorigen Abschnitt beschrieben habe.
     

    ein neues Leben
     

    Wie du deines verändern kannst

     

    Die gute Nachricht ist: Du brauchst keine 7 Jahre, um das zu erreichen. Tatsächlich waren die meisten Elemente meines derzeitigen Glücks schon 5-6 Monate nach Beginn der Veränderungen vorhanden. Ich habe diesen Prozess seither vielfach mit meinen Klienten wiederholt, auf verschiedenste Weise, weil jeder Mensch eine ganz eigene Lebenssituation hat.
     

    Im Grunde kann man es auf zwei Schritte vereinfachen:
     

    Die äußeren Umstände
    Dabei geht es um deinen Job, deinen Medienkonsum, dein alltägliches Leben und um Vereinfachung und Entschleunigung. Sag nicht, dass das nicht geht, weil du drei Kinder hast – ich verspreche, es ist möglich, meine KlientInnen beweisen es. Wenn du nicht weißt, wie, dann kontaktiere mich und wir erarbeiten es gemeinsam!
     

    Der Fokus auf Leidenschaft(en)
    Deine Leidenschaft priorisieren heißt nicht, mit ihr Geld zu verdienen. Das kannst du natürlich machen, wenn du willst. Aber auch dann, wenn deine Leidenschaft etwas ist, womit du einfach nur gern Spaß hast, oder wenn du nicht besonders gut darin bist, solltest du sie trotzdem priorisieren, einfach weil sie dir Freude bereitet.
     

    Das zu lernen geht gegen alles, was unsere Gesellschaft lehrt, und es ist schwierig. Unterschätze das nicht. Es ist ein längerer Prozess, aber auch das lohnendste Vorhaben, das du angehen könntest, denn dein Leben wird sich auf einmal von selbst ergeben. Irgendwann wird alles ganz einfach. Und noch einfacher. Auf einmal treten Freude und Seligkeit auf, wo du sie am wenigsten erwartet hättest.
     

    Du wirst dein Leben nicht mehr wiedererkennen.
     

  • Entschleunige, vereinfache dein Leben und schaffe Raum für deine Leidenschaft

    schaffe Raum für deine Leidenschaft
     

    In den sozialen Medien zirkulieren Bilder von hübschen jungen Frauen, die verträumt in die Ferne blicken, während sie mit einer Tasse Tee am Fenster sitzen. Es ist leicht, sich von solchen Bildern berühren zu lassen, aber was sagen sie wirklich aus? Wie vereinfacht man sein Leben und wie wendest du das in deinem eigenen Leben an? Wie schaffst du Raum für deine Leidenschaft?
     

    Als Erstes sage ich es in aller Härte: Entschleunigen ist alles andere als leicht.
     

    Das ist so etwas, was viele auf den Tod nicht zugeben wollen, ähnlich wie die Sucht nach ihrem Smartphone oder sozialen Medien. Wir betrachten diese Dinge als Schwäche und typisch für oberflächliche Menschen, die immer nur den nächsten Kick suchen. Wir selbst sind doch anspruchsvoller, suchen nach dem tieferen Sinn und genießen das Leben, oder?
     

    Die Wahrheit ist, dass Stress-Sucht unter Menschen allen Alters, aller sozialen Schichten und aller Bildungsniveaus und Intelligenz verbreitet ist. Kurz gesagt, sie hat nichts damit zu tun, in welchem Maß du in der Lage bist, dein Leben zu meistern.
     
     

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    Warum ich die Entschleunigung vergeigte

     

    Das erlebte ich, nachdem ich jahrelang in einem Vollzeitjob sowie zwei selbstständigen Tätigkeiten gearbeitet hatte. Ich war endlich in der Lage, den Job aufzugeben, und zog nach Kroatien. Ich hatte von ruhigen, seligen Tagen im perfekten Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leidenschaften geträumt und von viel Ruhe.
     

    Nach sechs Monaten stellte ich überrascht fest, dass ich immer noch gestresst war und unter Zeitmangel litt. Ich verstand einfach nicht, warum – objektiv gesehen tat ich so viel weniger! Aber in Wahrheit ist Stress eine Sucht. Das Leben in unserer modernen Welt, unsere Erziehung und Bildung und die Ideale, die wir lernen, fördern alle einen von Adrenalin gesteuerten Lebensstil. Wenn wir das Erwachsenenalter erreichen, sind wir bereits Adrenalin-Junkies.
     

    Ich setzte unbewust den Stress fort, weil ich ihn auf einer bestimmten Ebene brauchte. Um diese Sucht zu überwinden, war mehr nötig als nur äußerliche Veränderungen meines Lebens.
     


     

    Schaffe Raum für deine Leidenschaft: die Vorbereitung

     

    Zum Entschleunigen gehört mehr als nur “weniger tun”. Daher sind dies die ersten Schritte auf dem Weg:
     

    1. Rechne damit, dass es eine Zeitlang ungemütlich wird. Dich auf harte Zeiten einzustellen heißt, dass du nicht von ihnen überrascht wirst. Du bist im Begriff, eine Sucht zu überwinden, und dieser Prozess ist bekannt dafür, dass er schwierig ist.
     

    2. Plane eine Übergangperiode ein. Ganz genau Null Menschen sind innerhalb von ein oder zwei Wochen von Stress zu Zen übergegangen. Realistisch brauchst du mindestens 3 Monate, um dich auf die Entspannung und Leichtigkeit einzulassen. Außerdem brauchst du Erinnerungen a la “schaffe Raum für deine Leidenschaft”.
     

    3. Sei dir zu 100% darüber klar, dass du dich dafür entscheidest, ein Sonderling zu sein, das fünfte Rad am Wagen – und für immer. Unsere Welt ist nicht für das einfache Leben geschaffen. Du wirst im Gegensatz zu allem leben, was unsere Gesellschaft ausmacht, von der Notwendigkeit, die Wirtschaft anzukurbeln (durch Konsumentenverhalten und harte Arbeit) über Stolz als Eltern bis zur Selbstzufriedenheit, weil du so viel erledigst. “Busy” wird in unserer Welt mit “erfolgreich” gleichgesetzt, und es tut weh, als Versager(in) oder Schwächling gesehen zu werden – mach dir nicht vor, dass dir “egal ist, was andere denken”. Es tut weh.
     
     

    Schaffe Raum für deine Leidenschaft: die Umsetzung

     

    Nachdem die obigen Punkte erledigt sind, ist es an der Zeit zu handeln. Natürlich ist die Lebenssituation jedes Menschen unterschiedlich, aber im Groben beschreiben die folgenden Schritte den Weg zur Umsetzung:
     

    4. Dieser Punkt wird wahrscheinlich ein längerer Prozess: Entscheide, zu welchen Veränderungen zu bereit bist. Für Alleinstehende scheint es vielleicht einfach, auf Dinge und Aktivitäten zu verzichten, aber bist du wirklich dazu bereit? Und was ist, wenn du Kinder hast? Bist du Willens, mit deiner Familie in eine ländliche Gegend umzuziehen, die Weihnachtsgeschenke und den Leistungsdruck in der Schule zu reduzieren, wirklich einen ganz neuen Lebensstil einzuführen? Oder würdest du lieber nur kleinere Veränderungen vornehmen? Sei ehrlich zu dir selbst.
     

    5. Setze die Veränderungen um, für die du dich entschieden hast, wie immer es angemessen ist. Du musst nicht – und kannst in vielen Fällen auch nicht – alles auf einmal ändern. Geh es langsam an, denn sich ganz allmählich von einem Adrenalin-High zu entwöhnen, macht den Übergang sanfter. Hab viel Geduld mit dir und deinen Lieben und erwarte keine Wunder.
     

    6. Dies ist der wichtigste Teil und auch der, den die meisten vergessen (ich auch, am Anfang): Arbeite daran, deine Adrenalin-Sucht zu überwinden. Das kann verschiedene Formen annehmen, wie z. B. deutlich deine Zeit vor Monitoren zu reduzieren, tägliche Spaziergänge im Grünen zu unternehmen, Meditation zu lernen, bewusst für bestimmte Zeit nichts zu tun, auf deine Leidenschaften Zeit zu verwenden, Zeit mit deinen Liebsten zu verbringen…
     


     

    Wie ich mein Leben vereinfacht und Raum geschaffen habe

     

    Die Überschrift hätte hier eigentlich in der Gegenwartsform stehen sollen. Dieses Projekt ist nämlich noch in vollem Gange. Ich bin nicht mehr oft gestresst, verfange mich aber trotzdem noch manchmal im “Busy-Sein”. Dass ich neulich ein Haus gekauft habe und umgezogen bin (was du weißt, wenn du meine Vlogs ansiehst), war eine dieser Situationen!
     

    Alles in allem habe ich es aber tatsächlich geschafft zu entschleunigen und eine Menge Raum für mich, die Leute, die mir wichtig sind, und meine Leidenschaften zu schaffen. Hier sind ein paar Beispiele der Dinge, die ich eingeführt habe:

    • Emails und soziale Medien werden höchstens 3 Mal am Tag gecheckt.
    • Am Abend verbringe ich mindestens eine Stunde offline.
    • Gelegentlich mache ich einen ganzen offline-Tag am Wochenende.
    • Ich priorisiere meine Leidenschaften, indem ich mir wirklich täglich Zeit für sie nehme.
    • Ich pflege den Kontakt mit Freunden außerhalb von SMS: Sprachnachrichten, lange Emails, Skype/Zoom, persönliches Treffen.
    • Weniger Arbeit. Und noch weniger. Komischerweise ist mein Einkommen dabei gestiegen (nein, das ist kein Zufall. Mehr dazu ein andermal!).
    • Ich ruhe aus, wann immer ich es brauche, auch wenn das oft vorkommt und bedeutet, dass ich nicht viel Arbeit erledige.
    • Auch erwähne ich nicht mehr, wie busy ich bin, wenn ich mit Freunden oder Bekannten spreche.
    • Ich bin in ein Bergdorf umgezogen, wo allein schon Aussicht und Ruhe und Frieden Entspannung fördern.

    Und das war’s! Dein Weg sieht vielleicht ähnlich aus, oder auch ganz anders. Scheue dich nicht davor, zu experimentieren und Dinge aufzugeben, die für dich nicht funktionieren. Bleib dran und eines Tages wirst du spüren, wie du Glück atmest. Deine Leidenschaften werden aufblühen. Und das ist wirklich jede Mühe wert.
     

  • Geld: Das Thema, über das niemand spricht

    Geldmanagement
     

    Heute schreibe ich über eines der größten Tabu-Themen unserer Zeit. Nein, nicht offene Beziehungen, Politik oder Religion. Ich meine… Geld und Geldmanagement.
     

    Aus irgendeinem Grund scheint es annehmbarer zu sein, über Geschlechtskrankheiten zu sprechen als über Geld. Mein eigenes Erleben spiegelt das wieder: Wann immer ich einen Artikel oder ein Video zum Thema veröffentliche, sehen sich das relativ wenige Leute an. Warum thematisiere ich Geld dann weiterhin?
     

    Die Antwort: Weil es wichtig ist und weil du niemals schaffen wirst, deine Leidenschaft wirklich zu priorisieren, wenn du nicht an deiner Einstellung zu Finanzen arbeitest und dein Geldmanagement auf solide Füße stellst. Ein weiterer Grund ist, dass es völlig lächerlich ist, ein so alltägliches Thema derart zu tabuisieren, ein Thema, das für unser tägliches Leben so wichtig ist.
     

    Im Folgenden sehe ich mir die Gründe an, warum das Thema so vielen gegen den Strich geht. Dann erkläre ich sichere Wege aus dem Tabu und hin zu einem gesunden, sogar freudvollen Geldmanagement.
     
     

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    Warum ist Geld – und Geldmanagement – ein böses Wort?

     

    Ich habe Fachartikel und Bücher zum Thema gelesen und mit hunderten von Menschen darüber geredet. Immerhin ist es Teil meiner Coachingprogramme! In all dem haben sich einige Trends abgezeichnet:
     

    – Der erste Trend ist Unbehaglichkeit. Viele schämen sich, über Geld zu sprechen. Wir lernen in der Schule nichts über Geldmanagement, also sind die meisten Leute völlig planlos, wenn es um budgetieren, sparen oder investieren geht. Je älter sie werden, desto unbehaglicher fühlen sie sich mit all dem, und am Ende vermeiden sie das Thema einfach.
     

    – Anscheinend hält sich auch ein Hauch von aristokratischem Denken im Sinn von: “Geld hat man, aber man spricht nicht darüber.” Diese Haltung ist besonders verblüffend, denn es ist klar, dass die einzigen Leute, die von ihr profitieren, Arbeitgeber sind, die ihre Angestellten unfair entlohnen. Wegen des Taboos fliegt es nie auf.
     

    – Im Gegensatz zum zweiten Punkt steht die Ansicht, dass reiche Leute böse und gierig sind. Diese Einstellung ist weit verbreitet – sieh dich nur mal auf den sozialen Medien um! Da verwundert es nicht, dass niemand den Eindruck erwecken will, dass ihm/ihr Geld wichtig sei.
     

    – Der letzte Grund ist Verlegenheit. Manche Leute haben ein unbestimmtes Gefühl der Scham, weil sie nicht mehr haben oder verdienen, und wollen nicht zugeben, dass sie sich mit Geldmanagement nicht auskennen. Andere schämen sich dafür, viel zu verdienen, was mit dem vorigen Punkt zusammenhängt: Sie haben Angst, unter die “schmutzigen Reichen” gezählt zu werden.
     

    Welche dieser Punkte treffen auf dich zu? Mir ist noch nie jemand begegnet, die oder der eine von Natur aus gesunde Einstellung zu Geld hatte. Wir fallen alle in eine oder mehrere der obigen Kategorien. Wenn du deine kennst, hast du in den folgenden Abschnitten einen Vorteil.
     

    das Thema, über das niemand spricht
     

    Die Auswirkungen des Tabus

     

    Ich habe bereits einige der Auswirkungen genannt: Die Leute schämen sich dafür, überhaupt Geld zu haben, weil es angeblich schmutzig und unmoralisch ist. Ungerechtigkeit und Ungleichheit setzen sich fort.
     

    Auf der persönlichen Ebene ist das Tragische dabei, dass viele nie etwas über ihre Finanzen lernen und das Thema Geld immer aus einer Haltung von entweder Angst, Abneigung oder Vermeidung betrachten werden.
     

    Wenn du nicht gerade als Aussteiger lebst, in einer Gemeinschaft, in der Tauschgeschäfte noch funktionieren, dann wirst du so ziemlich täglich mit Geld umgehen müssen, solange du lebst. Wenn du dir die gerade genannten drei Emotionen ansiehst: ist es wirklich das, was du fühlen willst bezüglich eines Themas, das in deinem Leben so zentral ist?
     

    Könnte es an der Zeit sein, das zu ändern? Könnte es an der Zeit sein, das Thema anzugehen, deine Glaubenssätze zu ändern und die Freude am Geld kennenzulernen?
     
     

    Deine Einstellung ändern

     

    Du hast bereits einen Vorsprung, weil du herausgefunden hast, in welche Kategorie(n) deine negativen Glaubenssätze über Geld fallen (siehe “Warum ist Geld ein böses Wort?” oben). Um nun einen Glaubenssatz loszuwerden, musst du folgendes tun:
     

    Schwäche den Glaubenssatz: Stell dir deinen Glaubenssatz wie einen Tisch mit vier Beinen vor. Jetzt brichst du die Tischbeine ab, indem du handfeste Beweise dafür suchst, dass dein Glaubenssatz nicht wahr ist. Wenn du zum Beispiel glaubst, dass alle Reichen schlechte Menschen sind, dann geh auf die Suche nach den erstaunlichen guten Taten, die manche begehen (wie etwa ganze Landstriche an Regenwald aufzukaufen, nur um ihn zu schützen).
     

    Ersetze ihn mit einem neuen, konstruktiven Glaubenssatz: Jetzt finde einen Glaubenssatz, der an die Stelle dessen rückt, den du loswerden möchtest. Wenn dein Glaubenssatz war, dass Reiche schlechte Menschen sind, dann könntest du etwas Wahres finden wie: “Viele Reiche sind wunderbare Menschen, die viel Gutes tun. Geld macht Menschen mehr von dem, was sie ohnehin schon sind.”
     

    Natürlich gehören noch viele weitere Facetten zu einer Einstellung des Überflusses. Wenn du aber erst mal deine Glaubenssätze in Angriff nimmst, ist das bereits die halbe Miete.
     

    Überfluss
     

    Geldmanagement lernen

     

    Außer an deiner Einstellung zu arbeiten, solltest du die Grundsätze des Geldmanagements lernen. Es gibt viele Bücher zum Thema, und wenn du Wild Spirits News abonnierst, erhälst du auch regelmäßige “Geldrubrik”-Tipps und Ratschläge.
     

    Setz dir ein monatliches Budget, das eine Kategorie für deine Leidenschaften beinhaltet. Ein Prozentsatz deines Geldes sollte auch für alberne Dinge reserviert sein. Die Freude, die du empfindest, wenn du dieses Geld ausgibst, nährt wiederum deine Einstellung und das Gefühl von Überfluss.
     

    Du kannst Kurse absolvieren oder von der Pike auf in meinem Programm “Wildes Geld” lernen. Das ist eine Kombination aus Prinzipien des Geldmanagements und Investierens einerseits und der Entwicklung einer auf Überfluss und Freude ausgerichteten Einstellung andererseits. Du hättest wahrscheinlich nie gedacht, dass du Finanzen mal mit einer glücklichen, sogar spielerischen Einstellung gegenübertreten würdest und es dir damit finanziell besser gehen würde! Probier es einfach aus.
     

    Was du auch tust, bitte brich das Tabu ums Geld. Es ist in Ordnung, es für wichtig zu nehmen. Es ist in Ordnung, Geld zu mögen und zu genießen. Das macht dich nicht oberflächlich, es sei denn, du fängst an, Geld nur um seiner selbst willen zu schätzen. All die wirkliche Negativität um Geld herum beginnt, wenn Menschen Geld wichtiger wird als andere Menschen oder die Erde, auf der wir leben, oder wenn sie damit versuchen, Macht zu gewinnen.
     

    Solange du das nicht tust, kannst du Geld ganz offen genießen, dir Luxus gönnen und auch anderen etwas abgeben. Und vergiss nicht, deine Leidenschaft(en) zu finanzieren, großzügig, aber innerhalb eines handfesten Budgets. Das wird deinem Leben einen ganz neuen Glanz geben.