• Nähre deine Seele mit diesen 3 Arten von Energie

    naehre deine Seele
     

    “Energie” ist ein reichlich schwammiger Begriff.
     

    Heutzutage denkst du wahrscheinlich als Erstes an Benzin oder Erdgas – die Preise sind himmelhoch und werden heiß diskutiert. Dann gibt es die viel schwerer greifbare persönliche Energie. Man sagt, dass man zu wenig Energie hat, um Sport zu treiben oder das zu tun, was man liebt. Diese zweite Art von Energie scheint generell mehr mit dem Körper zu tun zu haben und hängt auch mit Müdigkeit und Schlaf zusammen.
     

    Eine dritte Art der Energie kommt von uns und den Menschen um uns herum. Diese Energie kann uns entweder auslaugen – wenn wir von Menschen umgeben sind, die toxisch oder einfach auf einer anderen Wellenlänge sind – oder nähren. Wenn wir in der Gegenwart guter Freunde sind, entspannen wir uns sofort und fühlen uns wohl. Dagegen müssen manche Leute nur das Zimmer betreten und schon sind wir angespannt.
     

    Um diese dritte Art der Energie geht es in diesem Artikel. Sie nimmt verschiedene Formen an, und damit es uns richtig gut geht, brauchen wir 3 Arten davon.
     
     

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    Nähre deine Seele

     

    Bevor ich die Arten von Energie beschreibe, möchte ich über Seelennahrung sprechen, wie man es so schön nennt. Das ist ein häufig verwendeter Begriff, aber auch eine Art Überbegriff, weshalb er ein wenig schwer zu fassen und zu definieren ist. Ich versuch’s mal.
     

    Körperliche Ernährung ist einfach zu verstehen. Die meisten meinen Essen, wenn sie von körperlicher Ernährung sprechen. Sport fällt aber auch in diese Kategorie. Da Körper, Geist und Seele nicht wirklich sepearat sind, sondern alle zu, nun ja, zu uns gehören, wirkt sich die Ernährung deines Körpers auch auf die Seele aus.
     

    Allerdings gilt das natürlich auch umgekehrt. Wenn die Seele genährt ist, profitiert der Körper ebenfalls (genau wie seelische Störungen sich manchmal in körperlichen Krankheiten niederschlagen können).
     

    Ernährung für die Seele ist alles, was sich für dich gut anfühlt und dir das Gefühl gibt, sicher, verstanden, gesehen, gehört und umsorgt zu sein. Wenn du dir diese Auflistung ansiehst, wird dir wahrscheinlich klar, dass es mehr als eine Möglichkeit gibt, die Seele zu nähren, und dass du wohl mehrere Arten davon brauchst, um alle deine Bedürfnisse abzudecken. Ich unterscheide drei Arten.
     
     

    3 Arten Energie, die die Seele nährt

     

    Warum aber 3 verschiedene Arten? Warum bestehe ich so sehr auf diese unterschiedlichen Energien? Man könnte ja meinen, dass jegliche Art von Seelennahrung gut ist, aber darin liegt eine Gefahr verborgen.
     

    In unserer Gesellschaft zirkulieren viele Glaubenssätze und manche davon sind höchst toxisch. Ein Beispiel ist die Überzeugung, dass alles, was wir für unser Glück brauchen, ein einziger (Liebes-)Partner ist. Das hat dazu geführt, dass Dinge wie narzisstischer Missbrauch unentdeckt bleiben (weil die Leute es romantisch finden, wenn jemand seine/n Partner/in nur für sich haben möchte und ihn/sie damit isoliert) und alle möglichen ungesunden Muster entstehen.
     

    Also: Die “Seelennahrung” von einer einzigen Person reicht nicht. Immer nur allein zu sein und dich auf deine eigene Energie zu verlassen, ist auch nicht das Wahre. Ist das klar geworden? Gut. Denn ich kann es wirklich nicht genug betonen.
     

    naehre deine Seele
     

    Nähre deine Seele #1: Solo-Energie

     

    Nein, nicht Han Solo – ich spreche von deiner eigenen, unverfälschten Energie. Das ist die Energie, die du fühlst, wenn du allein bist, entweder zu Hause oder etwa draußen in der Natur.
     

    Warum ist “unverfälscht” so wichtig? Es ist wichtig, weil manche Dinge im Leben dein authentisches Selbst erfordern. So wertvoll auch der Input von anderen sein kann, dieser Input kann völlig unangemessen sein, wenn es um Dinge geht wie:
     

    • Ausruhen
    • Die Fähigkeit, deine Intuition zu spüren
    • Kreative Tätigkeiten
    • Leidenschaften nachgehen (zumindest einige davon)
    • Lesen/lernen

     

    Nähre deine Seele #2: Gruppenenergie

     

    Falls du introvertiert oder hochsensibel und extrovertiert bist (wie ich), zuckst du jetzt wahrscheinlich zusammen. Aber hör mal zu. Eine Gruppensituation muss keine Massenveranstaltung sein oder ein Kurs mit 200 Teilnehmern. Sie kann genausogut ein Abend mit drei oder vier guten Freunden sein oder eine kleine Handarbeitsgruppe.
     

    Du wirst wahrscheinlich trotzdem hinterher Zeit brauchen, um dich zu regenerieren, aber die Vorteile überwiegen bei Weitem die Nachteile. Menschen sind einfach soziale Wesen. Da ist etwas an der Energie einer Gruppe, das unglaublich nährend sein kann.
     

    Synergie bedeutet, dass die kombinierte Energie der Gruppe mehr ist als die Summe ihrer Teile. Etwas Neues entsteht, wenn eine Gruppe zusammenkommt. Das könnte sich in Form von Inspiration äußern, neuen Ideen oder einfach darin, dass man voneinander lernt. Es ist eine Energie, die dich über dich selber hinauswachsen lässt, und das tut ungemein gut.
     

    Das Wichtige darin ist, dass du bei zwei Punkten gut aufpasst: Welche Gruppe du wählst und wie viel Zeit du mit ihr verbringst. Behalte deine eigenen Bedürfnisse im Auge und wenn du mit deiner Gruppe zusammen bist, nähere dich sanft ihrer Energie an.
     

    Gruppenenergie
     

    Nähre deine Seele #3: 1-zu-1-Energie

     

    Guppensynergie hilft unglaublich dabei, neue Ideen zu gewinnen und über den Tellerrand hinauszusehen. Im Gegensatz dazu vertieft es dein Verständnis von dir selbst, wenn du dich auf eine einzige Person einlässt. Damit kommst du weiter, als du es je alleine schaffen könntest.
     

    Die andere Person könnte eine gute Freundin oder ein guter Freund sein, Partner/in, Kollege oder Kollegin oder tatsächlich ein Coach. Du musst dieser Person lediglich vertrauen. Wenn das der Fall ist, kann dich ihre Energie auf eine Weise berühren, die sich in einer Gruppe nie bewerkstelligen ließe.
     

    Wenn ich mit meinem Coach arbeite, öffnen sich in meiner Seele Türen, die ich auf mich alleine gestellt nicht mal gefunden hätte. Das Gleiche passiert bei meiner Arbeit mit meinen eigenen Klientinnen und Klienten. In 1-zu-1-Arbeit findet sich eine Tiefe, die sich nirgendwo sonst reproduzieren lässt.
     

    Leider hat das auch zu einer Kultur geführt, in der 1-zu-1-Szenarien über alles andere geschätzt werden, und wie oben erwähnt, kann das äußerst toxisch sein. Stell also sicher, dass du die zwischenmenschlichen Energien in deinem Leben variierst und dass du alle drei Arten genießen kannst. So gestaltest du ein Leben im Gleichgewicht und eine fantastische Grundlage für Glück, Leidenschaften und jegliche Ziele, die du dir setzt.
     

  • 7 Jahre: Wie sich ein Leben verändert

    wie sich ein Leben verändert
     

    Sieben ist eine magische Zahl. Jemand sagte mir mal, dass sieben Jahre eine Lebensphase ausmachen. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber die Idee ist faszinierend!
     

    Heute möchte ich 7 Jahre zurückblicken auf alles, was sich in meinem Leben verändert hat durch den Fokus auf Leidenschaft und Bestimmung.
     

    Bevor ich loslege: Ich weiß, ich weiß. Da spreche ich über Leidenschaft und Bestimmung, und du fragst vielleicht, ob es nicht wichtiger wäre, sich finanziell abzusichern und die praktischen Seiten des Lebens zu meistern. Dazu sage ich:

    1. Diese Dinge gehören alle zu einem Leben von Leidenschaft und Bestimmung.
    2. Allerdings bedeuten sie ohne Leidenschaft und Bestimmung rein gar nichts.

     

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    Flashback ins Jahr 2014

     

    Heiliger Strohsack, ich habe gerade nach einem Foto von mir aus dem Jahr 2014 gesucht. Bist du bereit?
     

    wie sich das Leben veraendert
     

    Das ist das einzige Foto, das ich gefunden habe, und das sagt auch schon alles. So war mein Leben damals:

    • Ich hatte eine hochfunktionale Depression.
    • Ich hatte mich isoliert und tröstete mich mit Junk-Food.
    • Als Folge war ich übergewichtig.
    • Ich hatte einen seelenlosen Job, der irrsinnige Überstunden erforderte.
    • Ich lebte an einem hübschen Ort, mit dem mich aber emotional nichts verband.
    • Keine Zeit oder Energie, um mich auf mein Coaching zu konzentrieren.
    • Die einzige Leidenschaft, der ich nachging, war Gaming.*

    *Ehrlich gesagt hat mir Gaming das Leben gerettet. Der Kontakt und die Freundschaften, die ich mit anderen Gamern knüpfte, bewahrten mich vor der völligen Vereinsamung.
     
     

    Was habe ich geändert?

     

    Wenn du jetzt eine Abnehm-Story erwartest, muss ich dich enttäuschen. Meine Story enthält zwar eine erhebliche Gewichtsabnahme, aber als Nebeneffekt und ohne mich darauf zu konzentrieren. Stattdessen möchte ich lieber aufzählen, was ich tat, um mein Leben umzukrempeln.

    • Ich zog an einen Ort, der mir in der Seele guttat.
    • Den seelenlosen Job gab ich auf und nahm eine Rolle im Home-Office an.
    • Ich gönnte mir viel Ruhe und machte lange Spaziergänge.

    Nach mehreren Monaten der Heilung fügte ich Folgendes hinzu:

    • Priorität auf meinen Leidenschaften vor allem anderen.
    • Begann an meinem Business zu arbeiten.
    • Richtete mein Coaching auf Leidenschaften und Bestimmung aus.
    • Fing wieder an, Sport zu machen (als Teil meiner Leidenschaften).
    • Aß leckeres Essen, das mir Energie und neues Leben verlieh.

    Schmetterling
     

    Wie sich ein Leben verändert

     

    Wenn ich mir diese Listen durchlese, fällt mir das Kinn runter. Die Frau auf dem obigen Bild erkenne ich kaum, und ich fühle so viel Dankbarkeit.
     

    Ich war so nah dran, mein Leben in einem Schwebezustand zu verbringen.
     

    So nah dran, meinen Lebensunterhalt zu verdienen, ohne wirklich zu leben.
     

    Wo fange ich auch nur damit an, die Veränderungen in meinem Leben zu beschreiben? Versuchen wir sie in Kategorien zusammenzufassen:
     
     

    Leben und Glück

     

    Ich habe fünf Jahre lang in meinem netten Job im Home-Office gearbeitet. Er ließ mir genügend Energie, um mein Coaching und mein zweites Business aufzubauen, meine erste Liebe: Sprachunterricht und Korrekturlesen. Vor 1 1/2 Jahren kündigte ich den Job und wurde Vollzeit-Selbstständige.
     

    Meine beiden Geschäfte spielen sich 100% übers Internet ab, also bin ich ortsunabhängig und kann jedes Jahr ein paar Monate an anderen Orten verbringen, die ich liebe. Das war zwar im letzten Jahr wegen der Pandemie nicht möglich, ist aber weiterhin geplant.
     

    Ich bin ausgeruht, entspannt und glücklich. Nichts bringt mich mehr dauerhaft aus der Ruhe. Außerdem bin ich gerade in ein Bergdorf in der Nähe der kroatischen Küste gezogen und der Frieden hier ist unbeschreiblich. Trotzdem bin ich noch nah genug an der Stadt, um meine Freunde regelmäßig zu sehen.
     

    Zwar bin ich nicht mehr so schlank wie nach dem ersten Glücksrausch, als ich grade “aufgewacht” war. Ich bin aber keineswegs übergewichtig und immer noch gute 17 kg leichter als ich es 2014 war!
     
     

    Leidenschaften und Bestimmung

     

    Meine Leidenschaften stehen im Zentrum meines Lebens. Sie sind der Grundstein dessen, was ich oben nannte. Erfolgreich sein, Seelenfrieden haben und entspannt leben, ohne Druck oder finanzielle Sorgen resultieren aus meiner Entscheidung, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die mich glücklich machen: Musik, Klavier, Tanz, Bogenschießen, Literatur, Videos erstellen und natürlich Coaching.
     

    Meine Bestimmung im Leben wurde nach nur wenigen Monaten Fokus auf meine Leidenschaften deutlich. Sie war schon immer da, aber plötzlich sprang sie mir ins Auge und war so offensichtlich, dass ich mich fragte, wie ich sie so viele Jahre lang übersehen konnte. In der Folge stellte ich mein ganzes Leben um und richtete es auf diese Bestimmung aus, und das ist die Verbindung zwischen Leidenschaften, Bestimmung und dem Glück, das ich im vorigen Abschnitt beschrieben habe.
     

    ein neues Leben
     

    Wie du deines verändern kannst

     

    Die gute Nachricht ist: Du brauchst keine 7 Jahre, um das zu erreichen. Tatsächlich waren die meisten Elemente meines derzeitigen Glücks schon 5-6 Monate nach Beginn der Veränderungen vorhanden. Ich habe diesen Prozess seither vielfach mit meinen Klienten wiederholt, auf verschiedenste Weise, weil jeder Mensch eine ganz eigene Lebenssituation hat.
     

    Im Grunde kann man es auf zwei Schritte vereinfachen:
     

    Die äußeren Umstände
    Dabei geht es um deinen Job, deinen Medienkonsum, dein alltägliches Leben und um Vereinfachung und Entschleunigung. Sag nicht, dass das nicht geht, weil du drei Kinder hast – ich verspreche, es ist möglich, meine KlientInnen beweisen es. Wenn du nicht weißt, wie, dann kontaktiere mich und wir erarbeiten es gemeinsam!
     

    Der Fokus auf Leidenschaft(en)
    Deine Leidenschaft priorisieren heißt nicht, mit ihr Geld zu verdienen. Das kannst du natürlich machen, wenn du willst. Aber auch dann, wenn deine Leidenschaft etwas ist, womit du einfach nur gern Spaß hast, oder wenn du nicht besonders gut darin bist, solltest du sie trotzdem priorisieren, einfach weil sie dir Freude bereitet.
     

    Das zu lernen geht gegen alles, was unsere Gesellschaft lehrt, und es ist schwierig. Unterschätze das nicht. Es ist ein längerer Prozess, aber auch das lohnendste Vorhaben, das du angehen könntest, denn dein Leben wird sich auf einmal von selbst ergeben. Irgendwann wird alles ganz einfach. Und noch einfacher. Auf einmal treten Freude und Seligkeit auf, wo du sie am wenigsten erwartet hättest.
     

    Du wirst dein Leben nicht mehr wiedererkennen.
     

  • Entschleunige, vereinfache dein Leben und schaffe Raum für deine Leidenschaft

    schaffe Raum für deine Leidenschaft
     

    In den sozialen Medien zirkulieren Bilder von hübschen jungen Frauen, die verträumt in die Ferne blicken, während sie mit einer Tasse Tee am Fenster sitzen. Es ist leicht, sich von solchen Bildern berühren zu lassen, aber was sagen sie wirklich aus? Wie vereinfacht man sein Leben und wie wendest du das in deinem eigenen Leben an? Wie schaffst du Raum für deine Leidenschaft?
     

    Als Erstes sage ich es in aller Härte: Entschleunigen ist alles andere als leicht.
     

    Das ist so etwas, was viele auf den Tod nicht zugeben wollen, ähnlich wie die Sucht nach ihrem Smartphone oder sozialen Medien. Wir betrachten diese Dinge als Schwäche und typisch für oberflächliche Menschen, die immer nur den nächsten Kick suchen. Wir selbst sind doch anspruchsvoller, suchen nach dem tieferen Sinn und genießen das Leben, oder?
     

    Die Wahrheit ist, dass Stress-Sucht unter Menschen allen Alters, aller sozialen Schichten und aller Bildungsniveaus und Intelligenz verbreitet ist. Kurz gesagt, sie hat nichts damit zu tun, in welchem Maß du in der Lage bist, dein Leben zu meistern.
     
     

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    Warum ich die Entschleunigung vergeigte

     

    Das erlebte ich, nachdem ich jahrelang in einem Vollzeitjob sowie zwei selbstständigen Tätigkeiten gearbeitet hatte. Ich war endlich in der Lage, den Job aufzugeben, und zog nach Kroatien. Ich hatte von ruhigen, seligen Tagen im perfekten Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leidenschaften geträumt und von viel Ruhe.
     

    Nach sechs Monaten stellte ich überrascht fest, dass ich immer noch gestresst war und unter Zeitmangel litt. Ich verstand einfach nicht, warum – objektiv gesehen tat ich so viel weniger! Aber in Wahrheit ist Stress eine Sucht. Das Leben in unserer modernen Welt, unsere Erziehung und Bildung und die Ideale, die wir lernen, fördern alle einen von Adrenalin gesteuerten Lebensstil. Wenn wir das Erwachsenenalter erreichen, sind wir bereits Adrenalin-Junkies.
     

    Ich setzte unbewust den Stress fort, weil ich ihn auf einer bestimmten Ebene brauchte. Um diese Sucht zu überwinden, war mehr nötig als nur äußerliche Veränderungen meines Lebens.
     


     

    Schaffe Raum für deine Leidenschaft: die Vorbereitung

     

    Zum Entschleunigen gehört mehr als nur “weniger tun”. Daher sind dies die ersten Schritte auf dem Weg:
     

    1. Rechne damit, dass es eine Zeitlang ungemütlich wird. Dich auf harte Zeiten einzustellen heißt, dass du nicht von ihnen überrascht wirst. Du bist im Begriff, eine Sucht zu überwinden, und dieser Prozess ist bekannt dafür, dass er schwierig ist.
     

    2. Plane eine Übergangperiode ein. Ganz genau Null Menschen sind innerhalb von ein oder zwei Wochen von Stress zu Zen übergegangen. Realistisch brauchst du mindestens 3 Monate, um dich auf die Entspannung und Leichtigkeit einzulassen. Außerdem brauchst du Erinnerungen a la “schaffe Raum für deine Leidenschaft”.
     

    3. Sei dir zu 100% darüber klar, dass du dich dafür entscheidest, ein Sonderling zu sein, das fünfte Rad am Wagen – und für immer. Unsere Welt ist nicht für das einfache Leben geschaffen. Du wirst im Gegensatz zu allem leben, was unsere Gesellschaft ausmacht, von der Notwendigkeit, die Wirtschaft anzukurbeln (durch Konsumentenverhalten und harte Arbeit) über Stolz als Eltern bis zur Selbstzufriedenheit, weil du so viel erledigst. “Busy” wird in unserer Welt mit “erfolgreich” gleichgesetzt, und es tut weh, als Versager(in) oder Schwächling gesehen zu werden – mach dir nicht vor, dass dir “egal ist, was andere denken”. Es tut weh.
     
     

    Schaffe Raum für deine Leidenschaft: die Umsetzung

     

    Nachdem die obigen Punkte erledigt sind, ist es an der Zeit zu handeln. Natürlich ist die Lebenssituation jedes Menschen unterschiedlich, aber im Groben beschreiben die folgenden Schritte den Weg zur Umsetzung:
     

    4. Dieser Punkt wird wahrscheinlich ein längerer Prozess: Entscheide, zu welchen Veränderungen zu bereit bist. Für Alleinstehende scheint es vielleicht einfach, auf Dinge und Aktivitäten zu verzichten, aber bist du wirklich dazu bereit? Und was ist, wenn du Kinder hast? Bist du Willens, mit deiner Familie in eine ländliche Gegend umzuziehen, die Weihnachtsgeschenke und den Leistungsdruck in der Schule zu reduzieren, wirklich einen ganz neuen Lebensstil einzuführen? Oder würdest du lieber nur kleinere Veränderungen vornehmen? Sei ehrlich zu dir selbst.
     

    5. Setze die Veränderungen um, für die du dich entschieden hast, wie immer es angemessen ist. Du musst nicht – und kannst in vielen Fällen auch nicht – alles auf einmal ändern. Geh es langsam an, denn sich ganz allmählich von einem Adrenalin-High zu entwöhnen, macht den Übergang sanfter. Hab viel Geduld mit dir und deinen Lieben und erwarte keine Wunder.
     

    6. Dies ist der wichtigste Teil und auch der, den die meisten vergessen (ich auch, am Anfang): Arbeite daran, deine Adrenalin-Sucht zu überwinden. Das kann verschiedene Formen annehmen, wie z. B. deutlich deine Zeit vor Monitoren zu reduzieren, tägliche Spaziergänge im Grünen zu unternehmen, Meditation zu lernen, bewusst für bestimmte Zeit nichts zu tun, auf deine Leidenschaften Zeit zu verwenden, Zeit mit deinen Liebsten zu verbringen…
     


     

    Wie ich mein Leben vereinfacht und Raum geschaffen habe

     

    Die Überschrift hätte hier eigentlich in der Gegenwartsform stehen sollen. Dieses Projekt ist nämlich noch in vollem Gange. Ich bin nicht mehr oft gestresst, verfange mich aber trotzdem noch manchmal im “Busy-Sein”. Dass ich neulich ein Haus gekauft habe und umgezogen bin (was du weißt, wenn du meine Vlogs ansiehst), war eine dieser Situationen!
     

    Alles in allem habe ich es aber tatsächlich geschafft zu entschleunigen und eine Menge Raum für mich, die Leute, die mir wichtig sind, und meine Leidenschaften zu schaffen. Hier sind ein paar Beispiele der Dinge, die ich eingeführt habe:

    • Emails und soziale Medien werden höchstens 3 Mal am Tag gecheckt.
    • Am Abend verbringe ich mindestens eine Stunde offline.
    • Gelegentlich mache ich einen ganzen offline-Tag am Wochenende.
    • Ich priorisiere meine Leidenschaften, indem ich mir wirklich täglich Zeit für sie nehme.
    • Ich pflege den Kontakt mit Freunden außerhalb von SMS: Sprachnachrichten, lange Emails, Skype/Zoom, persönliches Treffen.
    • Weniger Arbeit. Und noch weniger. Komischerweise ist mein Einkommen dabei gestiegen (nein, das ist kein Zufall. Mehr dazu ein andermal!).
    • Ich ruhe aus, wann immer ich es brauche, auch wenn das oft vorkommt und bedeutet, dass ich nicht viel Arbeit erledige.
    • Auch erwähne ich nicht mehr, wie busy ich bin, wenn ich mit Freunden oder Bekannten spreche.
    • Ich bin in ein Bergdorf umgezogen, wo allein schon Aussicht und Ruhe und Frieden Entspannung fördern.

    Und das war’s! Dein Weg sieht vielleicht ähnlich aus, oder auch ganz anders. Scheue dich nicht davor, zu experimentieren und Dinge aufzugeben, die für dich nicht funktionieren. Bleib dran und eines Tages wirst du spüren, wie du Glück atmest. Deine Leidenschaften werden aufblühen. Und das ist wirklich jede Mühe wert.
     

  • Du hast deine Leidenschaft gefunden – was nun?


     

    Zusammenfassung:
     

    Viele Menschen kommen zu mir, weil sie ihre Leidenschaft noch nicht gefunden haben oder aber zu viele Interessen haben und nicht sicher sind, welcher davon sie nachgehen sollen. Andere wiederun wissen ganz genau, was ihnen Freude macht, aber dabei bleibt es dann. Was ist der nächste Schritt?
     

    Deine heutige Mission ist es herauszufinden, wie du für dich am besten deine Leidenschaft “ehrst”.
     
     

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    Aufgabe 1: Die große Frage: Hobby oder Einkommen?

     

    Ich spreche oft über das Thema, daher halte ich es hier kurz: Bitte glaub nicht, dass du deine Leidenschaft zu deinem Einkommen machen “solltest”. Du musst kein Profi sein, um sie zu priorisieren.
     

    Unsere Gesellschaft schätzt materiellen Erfolg und Geld. Natürlich lehrt sie dich deshalb auch, dass eine Leidenschaft dir nur dann wichtig sein kann, wenn sie auch dein Einkommen oder Business ist.
     

    Ich dagegen sage, dass Freude und Liebe der Grund sind, warum du auf diesem Planeten bist, nicht materieller Erfolg. Wenn deine Leidenschaft dich also glücklich macht, ist das Grund genug, sie zur Priorität zu machen. Ob du mit ihr auch Geld verdienen möchtest oder nicht, ist sekundär.
     

    deine Leidenschaft gefunden
    Foto von Scott Broome auf unsplash.com

     

    Aufgabe 2: Du hast deine Leidenschaft gefunden – jetzt nähre sie

     

    Leidenschaften sind fast so wie verliebt sein. Am Anfang, wenn du gerade deine Leidenschaft gefunden hast, gibst du alles, du kannst es jeden Tag gar nicht erwarten und sie macht dich unglaublich glücklich. Mit der Zeit aber gibt es Tage, wo du dich einfach nicht danach fühlst oder es sogar richtig anstrengend wird.
     

    Genau wie eine gute Beziehung ist eine Leidenschaft die Mühe wert, die es braucht, damit sie funktioniert. Wenn der “erste Liebesrausch” erst mal vorbei ist, dann etabliere eine Routine – feste Zeiten und auch ein Budget, die deiner Leidenschaft gewidmet sind. Sie sollte nicht mit allem anderen in deinem Leben um deine Aufmerksamkeit kämpfen müssen. Schaffe stattdessen Platz für sie, der immer da ist, auch wenn du gerade keine Lust hast.
     

    Nimm Kontakt mit anderen auf, die deine Leidenschaft teilen. Nichts ist inspirierender! Wenn du trotzdem mit deiner Leidenschaft Geld verdienst, dann schütze diesen spielerischen Raum, wo du sie einfach nur genießt und Spaß hast. Lass nicht zu, dass deine Leidenschaft je eine lästige Pflicht wird.

  • Sind das wirklich deine Träume?


     

    Zusammenfassung:
     

    Ein wichtiger Wert in unserer modernen Gesellschaft ist Individualismus. Fast jeder behauptet, dass er oder sie selbstständig sei und unabhängig von der Meinung anderer.
     

    Dieser Wert ist so zentral in unserer Kultur, dass es schwierig für uns ist zu erkennen, in welchem Ausmaß wir eigentlich doch von anderen beeinflusst werden. Deine heutige Mission ist es herauszufinden, wie deine Träume ohne den Einfluss von anderen aussehen.
     
     

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    Aufgabe 1: Untersuche deine Träume

     

    Um das zu tun, musst du als erstes verstehen, dass du tatsächlich in gewissem Ausmaß ein Produkt deiner Umgebung bist. Bitte mach dir klar, dass das nichts Schlechtes ist; Menschen brauchen andere, um zu überleben und zu gedeihen.
     

    Erkenne es an und finde heraus, welcher Teil deiner Träume und Wünsche eventuell von der Gesellschaft beeinflusst wurde. Es geht nicht darum, sie zu eliminieren! Aber es ist wichtig, Klarheit darüber zu gewinnen, woher deine Wünsche kommen.
     

    Ein paar Beispiele für gesellschaftliche Normen und die Ziele, die auf ihnen beruhen:

    • Die Familie über alles andere lieben.
    • Deine Leidenschaft finden und damit Geld zu verdienen.
    • Heiraten und Kinder bekommen.
    • Im Job vorankommen und Karriere machen.
    • Materielle Besitztümer wie Haus, Auto, etc.

    deine Träume
    Bild von Greg Rakozy auf unsplash.com

     

    Aufgabe 2: Durch das Unbekannte steuern

     

    Wiederum ist es nicht Schlechtes, diese Dinge zu wollen, und macht dich auch nicht zum Schaf. In gewissem Maße ist es Teil der menschlichen Existenz. Wir sind soziale Wesen, und so sehr das unsere Erziehung auch verneint, wir hängen von anderen ab, um unser Überleben zu sichern.
     

    Vielmehr ist es so: Wenn dir klar wird, dass du etwas wirklich und wahrhaftig willst, wird es ziemlich unwichtig, ob das auch jemand anders will oder nicht. Du bist dir deiner selbst sicher und fühlst dich ruhig, zentriert, entschlossen.
     

    Deine wahren Träume zu finden kann sich zunächst ungewohnt anfühlen, also hab etws Geduld mit dir! Hier sind ein paar Fragen, die du dir selbst stellen kannst, um diese Träume zu finden:

    • Wenn Geld kein Problem wäre und alle Menschen, die du liebst, optimal versorgt wären, wie würde ich meinen Tag verbringen?
    • Wo würde ich leben?
    • Mit wem würde ich leben, wenn überhaupt mit jemandem?
    • Welcher Leidenschaft würde ich nachgehen?
    • Wie würde ich einen Beitrag zur Gesellschaft leisten?

    Deine Antworten geben dir Hinweise darauf, wie wirklich bedeutungsvolle Ziele für dich aussehen könnten.