Geldmanagement
 

Heute schreibe ich über eines der größten Tabu-Themen unserer Zeit. Nein, nicht offene Beziehungen, Politik oder Religion. Ich meine… Geld und Geldmanagement.
 

Aus irgendeinem Grund scheint es annehmbarer zu sein, über Geschlechtskrankheiten zu sprechen als über Geld. Mein eigenes Erleben spiegelt das wieder: Wann immer ich einen Artikel oder ein Video zum Thema veröffentliche, sehen sich das relativ wenige Leute an. Warum thematisiere ich Geld dann weiterhin?
 

Die Antwort: Weil es wichtig ist und weil du niemals schaffen wirst, deine Leidenschaft wirklich zu priorisieren, wenn du nicht an deiner Einstellung zu Finanzen arbeitest und dein Geldmanagement auf solide Füße stellst. Ein weiterer Grund ist, dass es völlig lächerlich ist, ein so alltägliches Thema derart zu tabuisieren, ein Thema, das für unser tägliches Leben so wichtig ist.
 

Im Folgenden sehe ich mir die Gründe an, warum das Thema so vielen gegen den Strich geht. Dann erkläre ich sichere Wege aus dem Tabu und hin zu einem gesunden, sogar freudvollen Geldmanagement.
 
 

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Warum ist Geld – und Geldmanagement – ein böses Wort?

 

Ich habe Fachartikel und Bücher zum Thema gelesen und mit hunderten von Menschen darüber geredet. Immerhin ist es Teil meiner Coachingprogramme! In all dem haben sich einige Trends abgezeichnet:
 

– Der erste Trend ist Unbehaglichkeit. Viele schämen sich, über Geld zu sprechen. Wir lernen in der Schule nichts über Geldmanagement, also sind die meisten Leute völlig planlos, wenn es um budgetieren, sparen oder investieren geht. Je älter sie werden, desto unbehaglicher fühlen sie sich mit all dem, und am Ende vermeiden sie das Thema einfach.
 

– Anscheinend hält sich auch ein Hauch von aristokratischem Denken im Sinn von: “Geld hat man, aber man spricht nicht darüber.” Diese Haltung ist besonders verblüffend, denn es ist klar, dass die einzigen Leute, die von ihr profitieren, Arbeitgeber sind, die ihre Angestellten unfair entlohnen. Wegen des Taboos fliegt es nie auf.
 

– Im Gegensatz zum zweiten Punkt steht die Ansicht, dass reiche Leute böse und gierig sind. Diese Einstellung ist weit verbreitet – sieh dich nur mal auf den sozialen Medien um! Da verwundert es nicht, dass niemand den Eindruck erwecken will, dass ihm/ihr Geld wichtig sei.
 

– Der letzte Grund ist Verlegenheit. Manche Leute haben ein unbestimmtes Gefühl der Scham, weil sie nicht mehr haben oder verdienen, und wollen nicht zugeben, dass sie sich mit Geldmanagement nicht auskennen. Andere schämen sich dafür, viel zu verdienen, was mit dem vorigen Punkt zusammenhängt: Sie haben Angst, unter die “schmutzigen Reichen” gezählt zu werden.
 

Welche dieser Punkte treffen auf dich zu? Mir ist noch nie jemand begegnet, die oder der eine von Natur aus gesunde Einstellung zu Geld hatte. Wir fallen alle in eine oder mehrere der obigen Kategorien. Wenn du deine kennst, hast du in den folgenden Abschnitten einen Vorteil.
 

das Thema, über das niemand spricht
 

Die Auswirkungen des Tabus

 

Ich habe bereits einige der Auswirkungen genannt: Die Leute schämen sich dafür, überhaupt Geld zu haben, weil es angeblich schmutzig und unmoralisch ist. Ungerechtigkeit und Ungleichheit setzen sich fort.
 

Auf der persönlichen Ebene ist das Tragische dabei, dass viele nie etwas über ihre Finanzen lernen und das Thema Geld immer aus einer Haltung von entweder Angst, Abneigung oder Vermeidung betrachten werden.
 

Wenn du nicht gerade als Aussteiger lebst, in einer Gemeinschaft, in der Tauschgeschäfte noch funktionieren, dann wirst du so ziemlich täglich mit Geld umgehen müssen, solange du lebst. Wenn du dir die gerade genannten drei Emotionen ansiehst: ist es wirklich das, was du fühlen willst bezüglich eines Themas, das in deinem Leben so zentral ist?
 

Könnte es an der Zeit sein, das zu ändern? Könnte es an der Zeit sein, das Thema anzugehen, deine Glaubenssätze zu ändern und die Freude am Geld kennenzulernen?
 
 

Deine Einstellung ändern

 

Du hast bereits einen Vorsprung, weil du herausgefunden hast, in welche Kategorie(n) deine negativen Glaubenssätze über Geld fallen (siehe “Warum ist Geld ein böses Wort?” oben). Um nun einen Glaubenssatz loszuwerden, musst du folgendes tun:
 

Schwäche den Glaubenssatz: Stell dir deinen Glaubenssatz wie einen Tisch mit vier Beinen vor. Jetzt brichst du die Tischbeine ab, indem du handfeste Beweise dafür suchst, dass dein Glaubenssatz nicht wahr ist. Wenn du zum Beispiel glaubst, dass alle Reichen schlechte Menschen sind, dann geh auf die Suche nach den erstaunlichen guten Taten, die manche begehen (wie etwa ganze Landstriche an Regenwald aufzukaufen, nur um ihn zu schützen).
 

Ersetze ihn mit einem neuen, konstruktiven Glaubenssatz: Jetzt finde einen Glaubenssatz, der an die Stelle dessen rückt, den du loswerden möchtest. Wenn dein Glaubenssatz war, dass Reiche schlechte Menschen sind, dann könntest du etwas Wahres finden wie: “Viele Reiche sind wunderbare Menschen, die viel Gutes tun. Geld macht Menschen mehr von dem, was sie ohnehin schon sind.”
 

Natürlich gehören noch viele weitere Facetten zu einer Einstellung des Überflusses. Wenn du aber erst mal deine Glaubenssätze in Angriff nimmst, ist das bereits die halbe Miete.
 

Überfluss
 

Geldmanagement lernen

 

Außer an deiner Einstellung zu arbeiten, solltest du die Grundsätze des Geldmanagements lernen. Es gibt viele Bücher zum Thema, und wenn du Wild Spirits News abonnierst, erhälst du auch regelmäßige “Geldrubrik”-Tipps und Ratschläge.
 

Setz dir ein monatliches Budget, das eine Kategorie für deine Leidenschaften beinhaltet. Ein Prozentsatz deines Geldes sollte auch für alberne Dinge reserviert sein. Die Freude, die du empfindest, wenn du dieses Geld ausgibst, nährt wiederum deine Einstellung und das Gefühl von Überfluss.
 

Du kannst Kurse absolvieren oder von der Pike auf in meinem Programm “Wildes Geld” lernen. Das ist eine Kombination aus Prinzipien des Geldmanagements und Investierens einerseits und der Entwicklung einer auf Überfluss und Freude ausgerichteten Einstellung andererseits. Du hättest wahrscheinlich nie gedacht, dass du Finanzen mal mit einer glücklichen, sogar spielerischen Einstellung gegenübertreten würdest und es dir damit finanziell besser gehen würde! Probier es einfach aus.
 

Was du auch tust, bitte brich das Tabu ums Geld. Es ist in Ordnung, es für wichtig zu nehmen. Es ist in Ordnung, Geld zu mögen und zu genießen. Das macht dich nicht oberflächlich, es sei denn, du fängst an, Geld nur um seiner selbst willen zu schätzen. All die wirkliche Negativität um Geld herum beginnt, wenn Menschen Geld wichtiger wird als andere Menschen oder die Erde, auf der wir leben, oder wenn sie damit versuchen, Macht zu gewinnen.
 

Solange du das nicht tust, kannst du Geld ganz offen genießen, dir Luxus gönnen und auch anderen etwas abgeben. Und vergiss nicht, deine Leidenschaft(en) zu finanzieren, großzügig, aber innerhalb eines handfesten Budgets. Das wird deinem Leben einen ganz neuen Glanz geben.