Zusammenfassung:
 

Eines, was fast alle meine Klienten gemeinsam haben, ist das Gefühl, dass sie irgendwie im Leben versagen. Ich verbringe viel Zeit damit, ihnen zu versichern, dass sie nichts falsch machen!
 

Warum wir das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein, hat viele Gründe. Ein Großteil davon liegt an der vernetzten Welt heute, denn wir sehen so viel vermeintliche “Perfektion” in den sozialen Medien. Auch der Geist des Wettbewerbs in der Schule hat damit zu tun.
 

Deine heutige Mission ist es zu lernen, wie du aus dem Teufelskeis von Perfektionismus, Angst vorm Versagen und Sicherheitsdenken ausbrichst.
 
 

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Aufgabe 1: Wo kommt unser Perfektionismus her?

 

Ich glaube, hier spielen mehrere Dinge eine Rolle: Wir werden zum Wettbewerb erzogen (wer in der Schule am besten ist, am schnellsten rennen kann usw.). Außerdem lernen wir, dass Fehler etwas Schlechtes sind (so werden schließlich Klassenarbeiten bewertet).
 

Als Erwachsene haben wir dann Angst vor Fehlern und vergleichen uns ständig mit anderen. Unsere Eltern und Großeltern hatten nur ihre Nachbarn und Kollegen zum Vergleich; wir haben heute hunderte von Menschen durch die sozialen Medien. Keine Wunder, dass wir uns inadäquat fühlen.
 
 

Aufgabe 2: Lerne, die Konsequenzen zu erkennen

 

All das hat Folgen, die wir oft gar nicht als solche erkennen:

  • Wir wollen uns sicher fühlen, also machen wir uns klein.
  • Keine Risiken oder neue Projekte, in denen wir “schlecht” sein könnten.
  • Perfektionismus und die Angst, sichtbar zu sein.
  • Overachieving und Burnout.

Perfektionismus

Foto von Couleur auf pixabay.com


 

Aufgabe 3: Durchbreche den Kreislauf

 

Dir ist wohl schon klar, dass es nicht so schnell geht oder einfach ist, den Kreislauf zu durchbrechen. Da musst du dranbleiben. Hier sind ein paar einfache Schritte für den Anfang:

  • Versuch, 24 Stunden niemanden zu be- oder verurteilen (Bekannte, Politiker…).
  • Meditiere über das Konzept, dass alles Wert hat, nur weil es existiert.
  • Hilf anderen, ihre Erfolge zu feiern. Achte auf deine Gefühle dabei.
  • Nimm regelmäßig Auszeiten von sozialen Medien.