7 Wahrheiten: Wie Du 2020 Freude Erleben Kannst

Aktivismus

Foto von Ehimetalor Akhere Unuabona auf unsplash.com


 

In den letzten Monaten scheint unsere Welt in einem permanenten Krisenzustand zu sein. Wir erleben eine weltweite Pandemie, verlorene Arbeitsstellen und Einkommen, Unruhen in mehreren Ländern. In den USA und anderswo stehen Schwarze auf und verlangen, endlich fair und gleich behandelt zu werden, wobei sie von anderen unterstützt werden. Ich fange lieber gar nicht erst an, von der Klimakrise zu sprechen, wo einige Länder ganz wörtlich im Meer versinken.
 

In den Gesprächen, die ich in den letzten Wochen geführt habe, gab es einige gemeinsame Themen. Meine zahlenden Klienten, aber auch Freunde und wilde Geister, mit denen ich mich unterhalte, fühlen sich abgelenkt und überwältigt. Vielen fällt es schwer, sich auf die Arbeit oder gar ihre Leidenschaft und Freude zu konzentrieren. Andere sind einfach erschöpft von den Kämpfen und der emotionalen Belastung dessen, was sie durchmachen. Fast alle haben das Gefühl, dass es einfach nicht die richtige Zeit ist, um Leidenschaften zu priorisieren. Freude scheint fehl am Platz zu sein.
 

Ich würde dieses Thema gern ein wenig auspacken, weil es viele verschiedene Ebenen hat. Ich nenne sie die 7 Wahrheiten und werde sie wie Salomes 7 Schleier nach und nach abstreifen.
 
 

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1. Freude erleben heißt nicht, dass du nicht mitfühlst

 

Fangen wir mit dem ganz großen Punkt an. Je nachdem, wo du lebst, beobachtest du verschiedene Ungerechtigkeiten und rohes Leiden. Es ist schwierig für einen mitfühlenden Menschen, da wegzusehen, und glücklicherweise ist es auch gar nicht nötig.
 

Mit jemandem zu leiden hilft ihm/ihr überhaupt nicht. Du kannst Aktivist/in sein, wenn du willst, oder Unterschriften sammeln, dich und andere informieren, und trotzdem auch Freude in deinem Leben haben. Es ist nicht alles oder nichts. Deine Freude trägt sogar dazu bei, die Welt zu verbessern, ist also das Gegenteil von egozentrisch (mehr dazu später).
 
 

2. Geh deinen Glaubenssätzen über Leidenschaften auf den Grund

 

In unserem Denken ist eine Überzeugung verwurzelt, dass solche Zeiten keinen Raum für Leidenschaften lassen. Es gibt einen Glaubenssatz, den wir unser ganzes Leben lang von der Gesellschaft aufgesogen haben und der tief in unserem Unbewussten verwurzelt liegt. Das ist der Glaube, dass Leidenschaften und Freude trivial sind und du dich ihnen nur dann widmen darfst, wenn die “wichtigen Aufgaben” erledigt sind.
 

Vielleicht teilst du diesen Glauben nicht bewusst, aber glaub mir, du hast ihn auf irgendeiner Ebene internalisiert. Anstatt ihn zu verleugnen, ist es viel konstruktiver, sich dieser Tatsache bewusst zu werden und dich dem Glaubenssatz offen zu widersetzen, indem du bewusst das tust, was dein Feuer entfacht – auch wenn du dich manchmal dazu treten musst.
 
 

3. Manche Dinge nehmen zeitweilig all deine Energie in Anspruch

 

Das ist etwas, worin die Multi-Passionierten oder Scanner unter uns bereits Experten sind. Der Rest kann von uns lernen! Weißt du, es gibt immer Zeiten, in denen bestimmte Dinge Überhand nehmen. Wenn du gerade ein Baby bekommen hast, wird dieser kleine Mensch die nächsten 1-2 Jahre deiner Zeit und Aufmerksamkeit fast ausschließlich beanspruchen. Wenn eine weltweite Pandemie herrscht, saugt sie viel Aufmerksamkeit und emotionale Energie auf.
 

Multi-Passionierte haben fast immer ein oder zwei (wechselnde) dominante Leidenschaften. Ähnlich müssen wir gerade lernen, uns in diesen Zeiten dem Rest der Welt gegenüber nicht schuldig zu fühlen. Das ist es, was “mit dem Fluss gehen” wirklich bedeutet. Der Trick dabei ist, die Dominanz eines Themas zuzulassen, während wir uns gleichzeitig sanft daran erinnern, auch anderen wichtigen Dingen Zeit zu schenken. Wenn du so willst, geht es darum zu lerenen, wie du erfolgreich Multitasking betreibst.
 
 

4. Du musst deine Energie bewahren

 

Wenn aktuelle Ereignisse oder ein guter Zweck viel Aufmerksamkeit beanspruchen, kann es leicht passieren, dass du dich darin verlierst und dich am Ende völlig übernimmst. Das gilt vor allem dann, wenn du sehr sensibel oder vom Geschehen persönlich betroffen bist.
 

Wilde Geister sind tendenziell mitfühlende Menschen. Daher habe ich in letzter Zeit oft mit Leuten gesprochen, die erschöpft waren, körperlich und emotional. Um diese Erschöpfung zu vermeiden oder dich davon zu erholen ist der erste Schritt, dich an deine körperlichen Grundbedürfnisse zu erinnern. Achte darauf, dass du regelmäßig (und einigermaßen gesund) isst und regelmäßig ausreichend Schlaf bekommst. Es ist erstaunlich, was für einen Unterschied diese Dinge in wenigen Tagen machen können.
 
 

5. Du brauchst Selbstfürsorge und Auszeiten

 

Nach den Notmaßnahmen unter Nr. 4 gehst du noch einen Schritt weiter und erinnerst dich daran, dass du keine Maschine bist. Du brauchst Zeit, um deine Batterien wiederaufzuladen. Schließlich nützt es niemandem, wenn du einen körperlichen oder emotionalen Zusammenbruch hast.
 

Achte darauf, auch mal Abstand zu gewinnen, auch von deinen Liebsten. Du brauchst Zeiten, wo nichts von dir erwartet wird. Das könnte ein Schläfchen sein, ein Spaziergang, ein Schaumbad, ein Abend mit einem guten Buch. Halte dich dabei auch von den Medien fern – inklusive den sozialen. Es ist entscheidend wichtig, regelmäßig abzuschalten, ganz wörtlich, aber auch im übertragenen Sinn.
 
 

6. Menschliche Beziehungen sind wichtiger denn je

 

Wir sollen uns isolieren, aber das heißt nicht, dass wir einsam sein müssen. In manchen Ländern ist es inzwischen wieder erlaubt, Freunde zu treffen. Nutze die Gelegenheit, ein tiefes persönliches Gespräch zu führen und Freunde zu umarmen. Wenn du dich noch immer in der Isolation befindest, nimm über das Telefon oder Skype/Zoom Kontakt zu Freunden auf, und wenn du mit der Familie oder einem Partner zusammenlebst, achte darauf, bedeutende Gespräche zu führen und auch mal einfach zusammen Spaß zu haben.
 

Freude erleben

2020 Freude erleben. Foto von Noah Silliman auf unsplash.com


 

7. Freude erleben hilft, die Welt zu heilen

 

Verstehe, dass du dazu beiträgst, die Welt zu heilen. Das geschieht nicht nur, indem du aktiv teilnimmst und deine Stimme erhebst, sondern auch durch deine Energie. Darum ist es wichtig – nicht nur für dich, sondern auch für die anderen – dass du dir bewusst Zeit nimmst, um dich auf deine Leidenschaften zu konzentrieren.
 

Wenn deine Seele Feuer fängt, strahlt sie die höchstmögliche Frequenz aus, Freude und Liebe. Sieh dich um: ist es nicht das, was die Welt momentan am nötigsten braucht? Das heißt nicht, dass du die sehr realen Probleme spirituell umschiffst, denn wie bereits erwähnt geht es hier nicht um alles oder nichts. Du kannst Verantwortung übernehmen und deinen Teil beitragen, während du trotzdem Zeit findest, um die Freude deiner Leidenschaft zu spüren.
 

In der Tat ist das nicht nur möglich, sondern nötig. Das ist unsere Aufgabe derzeit. Sie ist nicht einfach, aber wichtig, denn hier lernst du vielleicht die entscheidende Überlebenstechnik für das Jahr 2020. Sie lehrt dich nicht nur zu überleben, sondern aufzublühen, und damit trägst du dazu bei, die Welt zu heilen.

Kannst Du Glück Ertragen?


 

Zusammenfassung:
 

Wann immer ich dieses Thema anspreche, ernte ich Ungläubigkeit. “Gib mir Glück, ich halt’s schon aus!” lachen die Leute. In Wirklichkeit gibt es kaum jemanden, der die meiste Zeit über glücklich ist, denn glücklich zu sein ist eine Gewohnheit. Ich nenne es das “Glücksthermostat”.
 

T. Harv Eker lehrt etwas Ähliches in Bezug auf Geld. Das ist der Grund, warum 98% der Lotteriegewinner nach kurzer Zeit wieder genauso pleite sind wie zuvor. Sie haben ihr finanzielles Thermostat nicht auf Wohlstand eingestellt.
 

Deine Mission ist es, deine Kapazität für Glück zu erhöhen.
 
 

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Aufgabe 1: Finde dein Glücksniveau heraus

 

Erinnere dich an eine Zeit, in der du sehr glücklich warst. Vielleicht warst du frisch verliebt oder hast einen tollen Job bekommen. Versuch dich an deine Gefühle von Glück zu erinnern.
 

Dann denk darüber nach, wie lange diese Gefühle anhielten. Vielleicht bist du immer noch glücklich in deiner Beziehung, und das ist toll. Aber vielleicht ging inzwischen etwas anderes im Leben schief?
 

Sei sehr ehrlich mit dir selbst und finde heraus, wie viel deiner Zeit du damit verbringst, glücklich zu sein, unglücklich, gleichgültig, deprimiert, launisch, zufrieden…
 

Aufgabe 2: Entkomme der Tyrannei der Positivität

 

Ich habe schon oft von der Tyrannei des positiven Denkens gesprochen. Es geht nicht darum, niemals wütend, traurig oder enttäuscht zu sein. Diese Gefühle gehören zum Leben.
 

Wir sprechen hier von einem gewohnheitsmäßigen Gemütszustand, was viel schwieriger zu bestimmen ist. Dazu musst du dich selbt beobachten und deine Gefühle bemerken, ohne sie zu be- oder verurteilen.
 

Glück

Foto von Tengy Art auf unsplash.com


 

Aufgabe 3: Schritte, um deine Kapazität für Glück zu erhöhen

 

Du hast jetzt ein Gefühl für dein persönliches Glücksniveau. Hier sind ein paar Schritte, um es zu erhöhen:

Tu Es, Weil’s Spass Macht


 


 

Dieses Jahr fing ich an, Kroatisch zu lernen, und das hat manche Leute verwundert. War ich mit jemandem von dort zusammen? Hatte ich geschäftlich mit Kroatien zu tun?
 

Nichts davon traf zu. Ich machte es einfach um der riesigen, wilden Freude willen, weil ich gern Neues lerne und Sprachen liebe. Andere verstanden das nicht, weil das für sie keine “echten” Gründe sind.
 

Der Witz ist, dass ich jetzt demnächst nach Kroatien ziehe, aber das war wirklich nicht, was ich vorhatte, als ich mich für den Sprachkurs anmeldete.
 

Deine heutige Mission ist es, unsere “Programmierung” zu erkennen und etwas zu finden, was du einfach nur tust, weil es dir Spass macht.
 
 

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Aufgabe 1: Finde den falschen Glaubenssatz

 

Du erinnerst dich vielleicht, dass Glaubenssätze etwas sind, was wir für die Realität halten, obwohl sie in Wirklichkeit keine absoluten Wahrheiten sind. Das führt dazu, dass sie wirklich schwer zu erkennen sind, vor allem, wenn ein Glaubenssatz in der Gesellschaft weit verbreitet ist.
 

Dieser hier ist praktisch universell, und das ist der Glaube, dass ein “guter” Grund, etwas zu tun, praktisch und greifbar sein muss. Freude wird nicht ernst genommen.
 

Warum ist das wichtig? Weil wir alle diesen Glaubenssatz in uns tragen, auf der unbewussten Ebene, und er sabotiert unsere Fähigkeit, das zu priorisieren, was unser Feuer entfacht.
 

weils Spass macht

Foto fon Frank Busch auf unsplash.com


 

Aufgabe 2: Tu es, weil’s Spass macht

 

Wenn ich davon rede, Leidenschaften zu priorisieren, stimmen die Leute oft zu. Aber sie verstehen nicht, was Priorität wirklich bedeutet.
 

Viele Menschen sind gut darin, mehr Zeit für das zu schaffen, was ihr Feuer entfacht. Und das ist fantastisch; großes Lob an jeden, der es schafft. Aber es zu wagen, eine Leidenschaft wirklich vornanzustellen, kommt praktisch einer Rebellion gleich, und das ist der Grund, warum Leute meine Unterstützung brauchen. Wenn du deine Freude in den Mittelpunkt stellst, ziehst du eine Menge Kritik und Be- und Verurteilungen an.
 

Berufskünstler, -musiker usw. werden oft nicht ernst genommen. Aber wenn deine Leidenschaft “nur” ein Hobby ist – nun, dann wag es lieber gar nicht, sie zu priorisieren. Die Götter, die wir anbeten, heißen Arbeit und Geldverdienen!
 

Deine Aufgabe ist es, etwas zu finden, was du nur deshalb tust, weil’s Spass macht. Wenn du mit einer deiner Leidenschaften Geld verdienst, dann such dir noch mindestens eine andere, die du ebenfalls zur Priorität machst. Damit bestärkst du den neuen Glaubenssatz, dass Freude die Mühe wert ist.